Startups & Innovation

Innovationswettbewerb i-Nov in Frankreich: Förderung für innovative KMU und junge Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial

📅 Juli 21, 2026


Der französische Innovationswettbewerb i-Nov zählt zu den bedeutendsten öffentlichen Fördermöglichkeiten für innovative junge Unternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen in Frankreich. Er kann anspruchsvolle Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsvorhaben unterstützen, deren förderfähige Ausgaben mehrere Millionen Euro erreichen.

i-Nov ist jedoch kein dauerhaft geöffnetes Zuschussprogramm. Der Wettbewerb wird in einzelnen Ausschreibungsrunden durchgeführt. Jede neue Runde kann eigene Fristen, thematische Schwerpunkte, finanzielle Bedingungen, Antragsunterlagen und Fördervoraussetzungen enthalten.

Im Juli 2026 war noch keine neue i-Nov-Runde offiziell angekündigt. Die letzte vollständig abgeschlossene Referenz bleibt daher die 14. Ausschreibungsrunde, die am 1. Oktober 2024 endete und deren ausgewählte Unternehmen 2025 vorgestellt wurden. Unternehmen können sich an diesen Bedingungen orientieren, um die Funktionsweise des Programms zu verstehen. Bei Veröffentlichung einer neuen Ausschreibung müssen jedoch sämtliche Anforderungen erneut geprüft werden.

Was ist der Innovationswettbewerb i-Nov?

Der Concours d’innovation i-Nov wird vom französischen Staat im Rahmen von France 2030 finanziert. Die Durchführung erfolgt durch Bpifrance in Zusammenarbeit mit der französischen Umwelt- und Energieagentur ADEME.

Ziel des Programms ist es, Innovationsvorhaben mit hohem Entwicklungspotenzial zu identifizieren, die von jungen Unternehmen und KMU getragen werden. Gefördert werden Unternehmen, die sich zu bedeutenden Marktteilnehmern in Frankreich und auf internationalen Märkten entwickeln können.

Das Programm kofinanziert Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsvorhaben. Es dient nicht der Finanzierung einer gewöhnlichen Geschäftsausweitung. In der 14. Ausschreibungsrunde mussten die gesamten förderfähigen Projektkosten zwischen 1 Million und 5 Millionen Euro liegen. Die vorgesehene Projektdauer betrug 12 bis 36 Monate.

Jedes Vorhaben musste von einem einzelnen KMU eingereicht werden. Ein formeller Zusammenschluss mehrerer Projektpartner war nicht vorgesehen.

Der Wettbewerb richtet sich vor allem an Unternehmen, die die erste Machbarkeitsprüfung bereits abgeschlossen haben, jedoch noch erhebliche technologische, technische, regulatorische oder erprobungsbezogene Schwierigkeiten lösen müssen, bevor ihre Lösung umfassend auf dem Markt eingeführt werden kann.

In der Regel ist i-Nov nicht dafür bestimmt, eine frühe Geschäftsidee mit einem kleinen Betrag zu prüfen, eine gewöhnliche Produktentwicklung ohne wesentliche technologische Unsicherheit zu finanzieren, handelsübliche Produktionsanlagen zu erwerben, allgemeine Vertriebs- oder Werbemaßnahmen zu bezahlen oder einen ersten Industriestandort ohne einen bedeutenden Forschungs- und Innovationsanteil zu errichten.

Die Stellung von i-Nov im Fördersystem von France 2030

France 2030 umfasst mehrere Förderinstrumente für unterschiedliche Entwicklungsphasen eines Unternehmens und seiner Technologie. Die Wahl des passenden Programms ist entscheidend, da selbst ein hochwertiges Vorhaben abgelehnt werden kann, wenn es bei einem Instrument eingereicht wird, das für eine andere Entwicklungsstufe vorgesehen ist.

Tabelle 1. Stellung von i-Nov im französischen Fördersystem für Innovationen

Programm Hauptziel Typischer Antragsteller oder Entwicklungsstand Wann das Programm besser geeignet sein kann als i-Nov
i-PhD Unterstützung unternehmerischer Vorhaben aus der öffentlichen Forschung Junge Forschende, die ein technologieorientiertes Gründungsvorhaben entwickeln Das Unternehmen wurde noch nicht gegründet und das Vorhaben ist eng mit der wirtschaftlichen Verwertung von Forschungsergebnissen verbunden
i-Lab Unterstützung bei der Gründung und frühen Entwicklung innovativer Technologieunternehmen Gründerinnen und Gründer oder kürzlich gegründete Technologieunternehmen Im Mittelpunkt stehen die Unternehmensgründung und die ersten Schritte der technologischen Entwicklung
i-Nov Finanzierung anspruchsvoller Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsvorhaben Etablierte junge Unternehmen und KMU mit einem umfangreichen Innovationsvorhaben Das Unternehmen verfügt bereits über eine klar definierte Technologie, ein Team, einen Zielmarkt und einen erheblichen Projektumfang
i-Démo Unterstützung strukturprägender Forschungs- und Innovationsvorhaben in strategischen Märkten Unternehmen oder Partnerschaften mit größeren und komplexeren Vorhaben Das Vorhaben ist größer, gemeinschaftlich organisiert oder auf einen bedeutenden Demonstrator ausgerichtet
Première Usine Unterstützung erster Industrialisierungsvorhaben in Frankreich Junge Industrieunternehmen und innovative KMU Die zentrale Aufgabe besteht im Aufbau einer Pilotfertigung oder einer ersten gewerblichen Produktionsstätte

Im französischen System der Innovationswettbewerbe liegen i-PhD und i-Lab zeitlich vor i-Nov. i-PhD unterstützt junge Forschende bei der Entwicklung unternehmerischer Vorhaben auf Grundlage fortgeschrittener Technologien. i-Lab richtet sich an die Gründung innovativer Technologieunternehmen.

i-Démo ist für größere und strukturprägende Forschungs- und Innovationsvorhaben bestimmt, darunter gemeinschaftliche Projekte und Demonstratoren. Première Usine konzentriert sich auf den Aufbau einer ersten industriellen Produktionsstätte in Frankreich.

Ein Unternehmen sollte i-Nov nicht allein deshalb wählen, weil das Programm eine umfangreiche öffentliche Förderung ermöglichen kann. Das Vorhaben muss sich in der richtigen Entwicklungsphase befinden und echte Forschungs- oder Innovationshürden enthalten.

Wer kann einen Antrag bei i-Nov stellen?

Die 14. Ausschreibungsrunde richtete sich an Vorhaben, die von einem einzelnen KMU im Sinne der Definition der Europäischen Union eingereicht wurden. Das antragstellende Unternehmen musste ausreichend organisiert sein, um ein umfangreiches Innovationsvorhaben zu steuern und den nicht durch die öffentliche Förderung gedeckten Kostenanteil zu finanzieren.

Der KMU-Status muss auf Ebene der gesamten Unternehmensgruppe geprüft werden. Es reicht nicht aus, nur die Beschäftigtenzahl und die Jahresabschlüsse der unmittelbar antragstellenden Gesellschaft zu betrachten. Beteiligungsverhältnisse, Stimmrechte sowie Partnerunternehmen und verbundene Unternehmen können die Einstufung verändern.

Ein aussichtsreicher i-Nov-Antragsteller verfügt in der Regel über ein rechtlich gegründetes Unternehmen, eine vollständige Geschäftsleitung und technische Fachkräfte, eine Technologie, die über eine grundlegende Machbarkeitsprüfung hinaus entwickelt wurde, klar definierte technische Hindernisse, ausreichende finanzielle Mittel und einen glaubwürdigen Weg zu einem bedeutenden Markt.

Die bloße Eigenschaft als innovatives junges Unternehmen reicht nicht aus. Unter den Bedingungen der 14. Ausschreibungsrunde musste der Antragsteller in der Lage sein, ein Vorhaben mit mindestens 1 Million Euro förderfähigen Ausgaben durchzuführen und den nicht durch staatliche Unterstützung gedeckten Anteil selbst oder aus anderen Quellen zu finanzieren.

Projektumfang, Laufzeit und Förderquote

Die 14. Ausschreibungsrunde sah unterschiedliche maximale Förderquoten für kleine und mittlere Unternehmen vor. Diese Unterscheidung ist wichtig, da ein mittleres Unternehmen einen größeren Teil der Projektkosten aus eigenen oder anderen zulässigen Finanzierungsquellen decken musste.

Tabelle 2. Zentrale finanzielle Bedingungen der 14. i-Nov-Ausschreibungsrunde

Merkmal Bedingung der 14. Ausschreibungsrunde Praktische Bedeutung
Antragsteller Ein einzelnes KMU mit einem eigenständigen Vorhaben Ein formeller Verbund mehrerer Projektpartner konnte keinen gemeinsamen Antrag stellen
Gesamtkosten des Vorhabens 1 Million bis 5 Millionen Euro Vorhaben unterhalb der Mindestgrenze mussten auf ein anderes Förderinstrument zurückgreifen
Projektdauer 12 bis 36 Monate Der Arbeitsplan musste klar festgelegte technische, betriebliche und finanzielle Meilensteine enthalten
Maximale Förderquote für kleine Unternehmen 45 Prozent der förderfähigen Ausgaben Das Unternehmen musste mindestens 55 Prozent der förderfähigen Ausgaben selbst oder aus anderen Quellen finanzieren
Maximale Förderquote für mittlere Unternehmen 35 Prozent der förderfähigen Ausgaben Das Unternehmen musste mindestens 65 Prozent der förderfähigen Ausgaben finanzieren
Zusammensetzung der Förderung 60 Prozent als Zuschuss und 40 Prozent als rückzahlbarer Vorschuss Die gesamte Förderung war nicht endgültig rückzahlungsfrei
Erste Auszahlung 20 Prozent der bewilligten Förderung Das Unternehmen benötigte weiterhin ausreichende Liquidität für den Projektbeginn und die weitere Durchführung
Schlusszahlung Mindestens 20 Prozent Ein Teil der Förderung blieb vom erfolgreichen Projektabschluss und der Berichterstattung abhängig

Diese Angaben beziehen sich auf die 14. Ausschreibungsrunde. Sie dürfen nicht automatisch als bestätigte Bedingungen einer künftigen Runde verstanden werden. Eine neue Ausschreibung kann finanzielle Schwellenwerte, Förderquoten, Themenbereiche oder Auszahlungsbedingungen verändern.

Warum eine Förderquote von 45 Prozent keinen Zuschuss von 45 Prozent bedeutet

Ein häufiges Missverständnis besteht darin, dass ein kleines Unternehmen einen Zuschuss in Höhe von 45 Prozent des gesamten Projektbudgets erhalten könne.

In der 14. Ausschreibungsrunde bezeichneten die 45 Prozent die maximale Gesamtförderung für ein kleines Unternehmen. Nur 60 Prozent dieser Förderung wurden als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Die übrigen 40 Prozent wurden als rückzahlbarer Vorschuss bereitgestellt.

Betrachten wir ein kleines Unternehmen mit anerkannten förderfähigen Ausgaben von 2 Millionen Euro.

Tabelle 3. Beispielrechnung für die i-Nov-Förderung eines kleinen Unternehmens

Finanzierungsbestandteil Berechnung Betrag
Gesamte förderfähige Ausgaben Ausgangsbetrag 2.000.000 EUR
Maximale öffentliche Gesamtförderung 2.000.000 EUR × 45 Prozent 900.000 EUR
Zuschussanteil 900.000 EUR × 60 Prozent 540.000 EUR
Rückzahlbarer Vorschuss 900.000 EUR × 40 Prozent 360.000 EUR
Aus anderen Quellen zu finanzierende Ausgaben 2.000.000 EUR abzüglich 900.000 EUR 1.100.000 EUR

In diesem Beispiel entspricht der tatsächliche Zuschuss 27 Prozent der gesamten förderfähigen Ausgaben und nicht 45 Prozent. Der rückzahlbare Vorschuss entspricht weiteren 18 Prozent. Die verbleibenden 55 Prozent muss das Unternehmen aus eigenen oder anderen Finanzierungsquellen decken.

Die tatsächlich bewilligte Förderung kann unter dem rechnerischen Höchstbetrag liegen. Die zuständige Stelle kann die anerkannten Kosten, die Förderquote und die Auszahlungsbedingungen auf Grundlage des Beihilferechts, der finanziellen Prüfung, der verfügbaren Programmmittel und der Gesamtqualität des Antrags anpassen.

Ein rückzahlbarer Vorschuss darf nicht als Zuschuss oder als kostenfreies Kapital dargestellt werden. Die Rückzahlungsbedingungen werden in der Fördervereinbarung festgelegt. Das Unternehmen muss prüfen, wie sich spätere Rückzahlungen gemeinsam mit Eigenkapital, Bankdarlehen und privaten Beteiligungen auf seine Liquidität auswirken.

Förderfähige Ausgaben

Die 14. Ausschreibungsrunde sah mehrere Kostenarten vor, die anerkannt werden konnten, wenn sie unmittelbar mit dem genehmigten Innovationsvorhaben verbunden waren.

Zu den förderfähigen Ausgaben konnten Personalkosten für unternehmenseigene Beschäftigte, externe Forschungsleistungen, Unteraufträge, Abschreibungen auf eingesetzte Anlagen und Geräte, Dienstreisen, Materialien, Bauteile, Verbrauchsmittel sowie bestimmte nach vorgegebenen Verfahren berechnete Nebenkosten gehören.

Unteraufträge waren grundsätzlich auf 30 Prozent der gesamten Projektkosten begrenzt. Der Anteil konnte auf 40 Prozent steigen, wenn die Arbeiten von einer Forschungseinrichtung oder einem Labor ausgeführt wurden.

Diese Grenzen verdeutlichen ein wichtiges Grundprinzip des Programms. Das antragstellende Unternehmen muss die tatsächliche Kontrolle über die Innovation behalten. Es kann nicht nahezu sämtliche technischen Arbeiten an Beratungsunternehmen, Labore oder Ingenieurdienstleister vergeben.

Ein überzeugender Kostenplan muss einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen jeder Ausgabe, jedem technischen Ziel und jedem Arbeitspaket herstellen. Er sollte benennen, welche Beschäftigten bestimmte Aufgaben übernehmen, weshalb externe Fachkenntnisse erforderlich sind, wie Abschreibungen berechnet wurden und wie Materialkosten mit Entwicklungs-, Erprobungs- oder Validierungsarbeiten zusammenhängen.

Gewöhnliche Betriebsausgaben, allgemeine Vertriebskosten, laufende Werbung und Investitionen ohne unmittelbaren Bezug zum Forschungs- und Entwicklungsprogramm sollten nicht in die förderfähige Kostenbasis aufgenommen werden.

Strategische Themen der 14. Ausschreibungsrunde

Jede i-Nov-Runde legt Themenbereiche fest, die mit den Zielen von France 2030 verbunden sind. Ein Vorhaben muss nicht nur innovativ sein, sondern auch genau zum ausführlichen Inhalt eines veröffentlichten Themenbereichs passen.

Die 14. Ausschreibungsrunde umfasste vier zentrale Bereiche.

Tabelle 4. Strategische Themen der 14. i-Nov-Ausschreibungsrunde

Themenbereich Beispiele für erfasste Gebiete
Digitale Technologien Fortgeschrittene digitale Systeme, Datentechnologien, Netz- und Informationssicherheit, digitale Infrastruktur und hochwertige digitale Innovationen
Gesundheit Medizintechnik, Biotechnologie, digitale Gesundheitslösungen, Diagnostik und weitere innovative Anwendungen im Gesundheitswesen
Verkehr, Mobilität, nachhaltige Städte und Gebäude Nachhaltige Mobilität, Verkehrssysteme, städtische Technologien, Baustoffe und Gebäude mit geringen Umweltauswirkungen
Energie, Ressourcen und natürliche Lebensräume Erneuerbare und nukleare Energie, Wasserstoff, Energiespeicherung, Kreislaufwirtschaft, Wasser, biologische Vielfalt, Bioökonomie, Anpassung an den Klimawandel und ökologische Umgestaltung

Der Bereich Energie, Ressourcen und natürliche Lebensräume umfasste zahlreiche Herausforderungen. Dazu gehörten Energieerzeugung und Energiespeicherung, nachhaltige Biomasse, sichere Wasserversorgung, biologische Vielfalt, kreislauforientierte Produkte und Dienstleistungen, sparsamer Materialeinsatz, Luftqualität sowie nachhaltige industrielle und landwirtschaftliche Produktionsverfahren.

Unternehmen dürfen einen weit gefassten Themenbegriff nicht als automatische Förderfähigkeit verstehen. Ein digitales Unternehmen wird nicht allein deshalb förderfähig, weil sein Produkt künstliche Intelligenz nutzt. Ein Unternehmen aus dem Klimabereich wird nicht allein dadurch förderfähig, dass es in seinen Vertriebsunterlagen auf Nachhaltigkeit verweist.

Der Antrag muss einen eindeutigen Zusammenhang zwischen den geplanten Arbeiten und den ausführlichen Vorgaben des gewählten Themenbereichs herstellen.

Worauf die Gutachter achten

Die Auswahl bei i-Nov beruht nicht nur auf technologischer Neuartigkeit. Bewertet werden gemeinsam die Qualität der Innovation, der technologische Reifegrad, die finanzielle Leistungsfähigkeit, das Marktpotenzial, die Umsetzungsfähigkeit und die messbaren Wirkungen des Vorhabens.

Tabelle 5. Zentrale Bewertungsbereiche bei i-Nov und erwartete Nachweise

Bewertungsbereich Fragen der Gutachter Erwartete Nachweise
Innovationsgrad Welche wissenschaftlichen, technologischen oder technischen Hindernisse bestehen noch? Worin unterscheidet sich die Lösung vom aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik? Untersuchung bestehender Lösungen, technische Merkmale, Versuchsergebnisse, Schutzrechtslage und messbare Ziele
Technologischer Reifegrad Welchen Entwicklungsstand soll das Vorhaben erreichen? Ist der vorgesehene Entwicklungsweg realistisch? Ausgangsreife, Zielreife, Stand des Prototyps, Validierungsplan und Zeitplan mit Meilensteinen
Finanzielle Leistungsfähigkeit Kann das Unternehmen seinen Eigenanteil finanzieren und während der gesamten Laufzeit zahlungsfähig bleiben? Jahresabschlüsse, Plan zur Stärkung des Eigenkapitals, Liquiditätsvorschau, Kapitalbeschaffungsplan und bestätigte Finanzierungen
Wirtschaftliche Wirkung Kann das Vorhaben einen bedeutenden Umsatz und einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil schaffen? Marktaufteilung, Kundennachweise, Umsatzannahmen, Preismodell und Wettbewerbsanalyse
Gesellschaftliche und industrielle Wirkung Schafft das Vorhaben Arbeitsplätze und stärkt es eine französische industrielle oder technologische Wertschöpfungskette? Einstellungsplan, Standort der Tätigkeiten, Lieferanten, Industriepartnerschaften und regionale Wirkung
Umweltwirkung Verringert das Vorhaben Emissionen, Energieverbrauch, Materialeinsatz oder eine andere Umweltbelastung? Ausgangswerte, Berechnungsmethode, gegebenenfalls Lebenszyklusbewertung und messbare Ziele
Übertragbarkeit und Ausweitung Kann die Lösung über einen einzelnen Standort oder Kunden hinaus eingesetzt werden? Vermarktungsplan, Produktionskonzept, regulatorischer Weg und internationale Entwicklungsmöglichkeiten

Der Antragsteller muss genau beschreiben, welche technischen Hindernisse noch ungelöst sind. Eine allgemeine Aussage, das Vorhaben sei innovativ, reicht nicht aus.

Der Antrag sollte außerdem den angestrebten Reifegrad am Projektende benennen. In der 14. Ausschreibungsrunde konnten Vorhaben auf einen fortgeschrittenen technologischen Stand ausgerichtet sein, einschließlich einer Erprobung unter tatsächlichen Einsatzbedingungen oder einer Vorbereitung auf die Markteinführung.

Wirtschaftliche Prognosen müssen nachvollziehbar sein. Die Gutachter prüfen den erwarteten Umsatz, die Größe des erreichbaren Marktes, die Nachfrage potenzieller Kunden, die Abgrenzung gegenüber Wettbewerbern und die Fähigkeit des Unternehmens, das Ergebnis nach Abschluss der geförderten Arbeiten zu vermarkten.

Auch Aussagen zu Umwelt- und Gesellschaftswirkungen müssen messbar sein. Angaben zu Nachhaltigkeit, Beschäftigung oder strategischer Eigenständigkeit sollten auf Ausgangswerten, klaren Annahmen und nachvollziehbaren Berechnungsmethoden beruhen.

Prüfung der finanziellen Leistungsfähigkeit

Die Größenordnung der i-Nov-Vorhaben erzeugt einen Finanzierungsbedarf, den viele junge Unternehmen unterschätzen.

Selbst wenn ein kleines Unternehmen die höchste vorgesehene Förderquote erhält, muss es mindestens 55 Prozent der förderfähigen Ausgaben finanzieren. Hinzu kommen nicht förderfähige Ausgaben, zeitliche Abstände zwischen den öffentlichen Zahlungen sowie mögliche Verzögerungen, Mehrkosten oder Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung.

Bei der Bewertung der 14. Ausschreibungsrunde wurde dem Verhältnis zwischen dem Eigenkapital des Antragstellers und dem beantragten Förderbetrag besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Als wichtiger Anhaltspunkt für die finanzielle Leistungsfähigkeit galt ein Verhältnis von ungefähr einem Euro Eigenkapital je beantragtem Euro Förderung.

Dies bedeutete nicht zwingend, dass der gesamte Betrag bereits im letzten Jahresabschluss ausgewiesen sein musste. Geplante Kapitalerhöhungen und eine glaubwürdige Finanzierungsentwicklung konnten ebenfalls berücksichtigt werden. Eine unbelegte Zusage, nach der Auswahl später Kapital zu beschaffen, bot jedoch gewöhnlich keine ausreichende Sicherheit.

Ein überzeugender Finanzierungsplan sollte vorhandenes Eigenkapital, Unterstützung durch Gesellschafter, geplante Kapitalerhöhungen, verfügbare Liquidität, betriebliche Einnahmen, Bankfinanzierungen, private Beteiligungen und den erwarteten Zeitplan der öffentlichen Auszahlungen miteinander verbinden.

Außerdem sollte ein ungünstiges Szenario enthalten sein. Es muss zeigen, wie das Unternehmen das Vorhaben fortführen würde, falls eine Kapitalrunde, Umsätze oder technische Meilensteine später als geplant erreicht werden.

Die Finanzierung sollte geprüft werden, bevor das Unternehmen erhebliche Mittel in die Antragserstellung investiert. Ein technologisch hervorragendes Vorhaben kann scheitern, wenn der Antragsteller nicht nachweisen kann, dass er es vollständig umsetzen kann.

Neuere Ergebnisse und Wettbewerbsintensität

i-Nov hat bereits zahlreiche innovative französische Unternehmen unterstützt. Der Wettbewerb um die verfügbaren Mittel bleibt jedoch anspruchsvoll.

In der 11. Ausschreibungsrunde gingen 149 Anträge ein. 42 Unternehmen wurden ausgewählt. Dies entspricht einer Erfolgsquote von ungefähr 28 Prozent. Die gesamte öffentliche Förderung belief sich auf 43,4 Millionen Euro.

In der 13. Ausschreibungsrunde wurden 97 Anträge eingereicht und 24 Unternehmen mit insgesamt 27,6 Millionen Euro gefördert. In der 14. Ausschreibungsrunde gingen 129 Anträge ein. 21 Unternehmen erhielten insgesamt 23,4 Millionen Euro.

Zusammen führten die 13. und 14. Ausschreibungsrunde zur Auswahl von 45 Unternehmen und zu einer öffentlichen Förderung von mehr als 51 Millionen Euro.

Tabelle 6. Neuere Ergebnisse des i-Nov-Wettbewerbs

Ausschreibungsrunde Anträge Ausgewählte Unternehmen Ungefähre Erfolgsquote Öffentliche Förderung
11. Runde 149 42 28 Prozent 43,4 Millionen Euro
13. Runde 97 24 25 Prozent 27,6 Millionen Euro
14. Runde 129 21 16 Prozent 23,4 Millionen Euro
13. und 14. Runde zusammen 226 45 20 Prozent Mehr als 51 Millionen Euro

Die niedrigere Erfolgsquote der 14. Runde zeigt, dass die formale Erfüllung der Förderbedingungen keine Bewilligung garantiert. Die Antragsteller konkurrieren um begrenzte Mittel. Die endgültige Auswahl hängt von der technologischen Qualität, der strategischen Bedeutung, der finanziellen Glaubwürdigkeit und der Umsetzbarkeit des Vorhabens ab.

Was sich aus den zuletzt ausgewählten Vorhaben ableiten lässt

Die ausgewählten Unternehmen der 14. Ausschreibungsrunde waren unter anderem in den Bereichen Schutz medizinischer Daten, Biotechnologie, nachhaltiger Verkehr, Umweltüberwachung, fortgeschrittene digitale Infrastruktur, Energiesysteme, kreislauforientierte Produktion und biologische Lösungen für die Landwirtschaft tätig.

Die Vorhaben beschränkten sich nicht auf grundlegende Laborforschung. Sie verbanden ungelöste technische Aufgaben mit einem klaren Weg zur Demonstration, industriellen Anwendung oder Markteinführung.

Zu den Beispielen gehörten leistungsfähigere Systeme für räumliche Videoaufnahmen, geschützte Verfahren zur Verarbeitung sensibler Gesundheitsdaten, elektrische Antriebslösungen für kleinere Schiffe und biologische Verfahren zur Bekämpfung landwirtschaftlicher Schädlinge.

Mehrere Merkmale treten bei erfolgreichen Vorhaben wiederholt auf.

Erstens behandelt die Innovation ein genau beschriebenes technisches Hindernis und nicht nur eine allgemeine Geschäftsmöglichkeit. Zweitens führt das Vorhaben zu einem Ergebnis, das anschließend industriell genutzt oder auf dem Markt eingeführt werden kann. Drittens werden die erwarteten Vorteile mit Kennzahlen zu Leistung, Kosten, Gesundheit, Umwelt oder Produktivität belegt. Schließlich besitzt das Unternehmen eine klar erkennbare Bedeutung für das französische Innovations-, Industrie- oder Autonomieumfeld.

Ein überzeugender Antrag benötigt daher sowohl technologische Tiefe als auch kaufmännische Disziplin. Eine umfangreiche wissenschaftliche Beschreibung ohne glaubwürdigen Weg zum Markt bleibt unvollständig. Ebenso schwächen ehrgeizige Umsatzprognosen ohne Nachweis echter technischer Unsicherheit das Vorhaben.

Antrags- und Auswahlverfahren

In der 14. Ausschreibungsrunde mussten die Antragsteller ihre vollständigen Unterlagen über die PICXEL-Plattform von Bpifrance einreichen. Das Verfahren umfasste eine erste Prüfung, eine vertiefte Bewertung, eine Anhörung vor einer Auswahlkommission, die endgültige Förderentscheidung und den Abschluss der Fördervereinbarung.

Die Unterlagen enthielten eine ausführliche technische und wirtschaftliche Projektbeschreibung, einen Kostenplan, eine Zusammenfassung für die öffentliche Kommunikation, das ausgefüllte Antragsformular, eine Bewertung der Umwelt- und Sozialwirkungen, Finanzberichte, Steuerunterlagen, gegebenenfalls konsolidierte Abschlüsse sowie Nachweise über die Vertretungsberechtigung der unterzeichnenden Person.

Unternehmen sollten nicht bis zu den letzten Wochen einer künftigen Ausschreibung warten, um diese Unterlagen zusammenzustellen. Technische Arbeitspakete, Angebote von Auftragnehmern, Finanzprognosen, Umweltkennzahlen, beihilferechtliche Prüfungen und regulatorische Pläne können mehrere Monate Vorbereitung erfordern.

Die wirksamste Vorbereitung beginnt vor der Öffnung der Ausschreibung. Ein Unternehmen kann ein grundsätzlich förderfähiges und vollständig ausgearbeitetes Vorhaben vorbereiten und es anschließend an die genauen Themenvorgaben, finanziellen Bedingungen und amtlichen Formulare der neuen Runde anpassen.

Häufige Gründe für eine Ablehnung

Ein Vorhaben kann die formalen Fördervoraussetzungen erfüllen und dennoch im Wettbewerb nicht überzeugen.

Zu den häufigen Schwächen gehören die Darstellung einer gewöhnlichen Produktentwicklung ohne echte Forschungs- oder Entwicklungshürden, die Wahl eines Themenbereichs allein aufgrund einer groben Ähnlichkeit mit der Branche, unbelegte Marktprognosen, die Beantragung der Höchstförderung ohne belastbaren Finanzierungsplan und eine übermäßige Abhängigkeit von externen Auftragnehmern bei den technologischen Kernarbeiten.

Weitere Probleme entstehen durch die Vermischung von Forschungs- und Vertriebskosten, unklare Eigentumsrechte an geistigem Eigentum, einen fehlenden regulatorischen Entwicklungsweg in genehmigungspflichtigen Branchen, unbelegte Umweltaussagen oder die Darstellung des rückzahlbaren Vorschusses als endgültigen Zuschuss.

Jede dieser Schwächen kann mehrere Bewertungskriterien gleichzeitig beeinträchtigen. Unrealistische Umsatzannahmen schwächen beispielsweise sowohl die wirtschaftliche Wirkungsanalyse als auch den Finanzierungsplan.

i-Nov oder ein anderes Förderinstrument?

Vor der Ausarbeitung eines vollständigen Antrags sollte ein Unternehmen i-Nov mit anderen nationalen, regionalen und europäischen Fördermöglichkeiten vergleichen.

Tabelle 7. Wann i-Nov geeignet sein kann und wann ein anderes Instrument sinnvoller ist

Projektsituation Wahrscheinliche Einschätzung
Das Unternehmen benötigt weniger als 1 Million Euro für eine Machbarkeitsprüfung oder einen frühen Prototyp Eine kleinere Innovationsbeihilfe oder ein Innovationsdarlehen von Bpifrance kann besser geeignet sein
Forschungsergebnisse aus einer öffentlichen Einrichtung sollen verwertet werden und das Unternehmen wurde noch nicht gegründet i-PhD oder i-Lab kann besser zum Vorhaben passen
Das Unternehmen verfügt über ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von 1 Million bis 5 Millionen Euro mit klar beschriebenen technischen Hindernissen i-Nov kann geeignet sein
Das Vorhaben ist auf einen großen formellen Partnerverbund angewiesen Ein gemeinschaftliches i-Démo-Vorhaben oder ein europäisches Förderprogramm kann passender sein
Die Technologie ist fertig entwickelt und die wichtigste Ausgabe betrifft den Aufbau einer ersten Produktionsstätte Première Usine kann das geeignetere Instrument sein
Das Vorhaben betrifft überwiegend die regionale Modernisierung einer Produktionsanlage Ein regionalisiertes France-2030-Programm oder eine regionale Förderung kann geeigneter sein
Das Unternehmen kann nach dem Modell der 14. Runde nicht mindestens 55 bis 65 Prozent der förderfähigen Ausgaben finanzieren Das Vorhaben muss möglicherweise verkleinert, verschoben oder mit zusätzlichem Eigenkapital und anderen Finanzierungen verbunden werden
Das Vorhaben konzentriert sich hauptsächlich auf Werbung, Verkauf oder internationale Expansion i-Nov ist wahrscheinlich nicht das richtige Instrument

Unternehmen sollten das Förderinstrument nach dem tatsächlichen Entwicklungsstand ihres Vorhabens auswählen und nicht nur nach der möglichen Höhe der Förderung.

Ein Vorhaben, das für i-Nov noch zu früh ist, kann möglicherweise eine Machbarkeitsförderung, eine Innovationsbeihilfe, ein Darlehen oder Unterstützung durch i-Lab erhalten. Ein Vorhaben, dessen Forschungsphase bereits abgeschlossen ist und das hauptsächlich neue Produktionskapazitäten benötigt, kann besser zu Première Usine oder einem anderen industriellen Investitionsprogramm passen.

Fünf Fragen vor der Antragserstellung

Bevor ein Unternehmen erhebliche Mittel in einen vollständigen i-Nov-Antrag investiert, sollte die Geschäftsleitung fünf Fragen beantworten.

  1. Welche technische Unsicherheit soll das Vorhaben beseitigen?
    Die Antwort sollte messbare wissenschaftliche, technische, informationstechnische, industrielle oder regulatorische Hindernisse benennen und nicht nur Funktionen aufzählen, die noch entwickelt werden müssen.

  2. Warum entspricht das Vorhaben dem veröffentlichten strategischen Themenbereich?
    Der Zusammenhang muss aus den ausführlichen Ausschreibungsbedingungen hervorgehen und darf nicht nur auf einer allgemeinen Auslegung der Branchenbezeichnung beruhen.

  3. Kann das Unternehmen den nicht durch die öffentliche Förderung gedeckten Anteil finanzieren?
    Die Geschäftsleitung sollte vorhandenes Eigenkapital, geplante Kapitalerhöhungen, den Liquiditätsbedarf, die Verschuldungsmöglichkeiten und den Auszahlungszeitplan prüfen.

  4. Welches konkrete Ergebnis wird am Projektende vorliegen?
    Der Antrag sollte den angestrebten Reifegrad, den Prototyp, das validierte System, den regulatorischen Fortschritt oder das Demonstrationsergebnis festlegen.

  5. Wie schafft das Vorhaben nach Abschluss einen messbaren Nutzen?
    Die Gutachter benötigen Nachweise für Umsatzmöglichkeiten, Kundennachfrage, Beschäftigung, Ausfuhren, industrielle Wertschöpfung, Umweltwirkung oder strategische Eigenständigkeit.

Eine unklare Antwort bedeutet nicht zwingend, dass das Unternehmen auf öffentliche Förderung verzichten muss. Sie kann darauf hinweisen, dass das Vorhaben noch weiterentwickelt werden muss oder ein anderes Förderinstrument besser geeignet ist.

Vorbereitung auf die nächste i-Nov-Runde

Da derzeit keine neue i-Nov-Runde geöffnet ist, können Unternehmen die Zeit nutzen, um ihre Vorhaben zu stärken, ohne sie an eine bereits abgelaufene Frist anzupassen.

Der erste Schritt besteht darin, das Vorhaben unabhängig vom Förderantrag zu definieren. Das Unternehmen sollte den technologischen Ausgangsstand, die ungelösten Hindernisse, den angestrebten Reifegrad, die Arbeitspakete, den Personalbedarf und die erwarteten Ergebnisse festlegen.

Der zweite Schritt ist die Erstellung eines vollständigen Finanzierungsplans. Dieser sollte das Modell der förderfähigen Ausgaben, den Eigenanteil des Unternehmens, den Kapitalbedarf, den zeitlichen Liquiditätsverlauf und mögliche Rückzahlungsverpflichtungen aus dem rückzahlbaren Vorschuss enthalten.

Der dritte Schritt ist die Überprüfung der Marktnachfrage. Gespräche mit Kunden, Vorbereitungen für Pilotanwendungen, Interessenbekundungen, regulatorische Beratungen und Wettbewerbsanalysen können die wirtschaftliche Begründung erheblich stärken.

Der vierte Schritt besteht darin, wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Wirkungen zu beziffern. Beschäftigung, Umsatz, Ausfuhren, Emissionen, Energieverbrauch, Materialeinsatz, Wasserverbrauch und andere Kennzahlen sollten auf nachvollziehbaren Annahmen und überprüfbaren Berechnungsmethoden beruhen.

Schließlich sollte das Unternehmen die amtlichen Mitteilungen von Bpifrance, ADEME und France 2030 verfolgen. Die nächste Ausschreibungsrunde kann den förderfähigen Kostenrahmen, die Förderquote, die Themen, die erforderlichen Unterlagen, das Bewertungsverfahren oder die Projektdauer verändern.

Antragsteller sollten niemals ungeprüft alte Formulare verwenden oder davon ausgehen, dass die Bedingungen der 14. Ausschreibungsrunde automatisch weitergelten.

Fazit

i-Nov zählt zu den attraktivsten französischen Innovationswettbewerben für junge Unternehmen und KMU, zugleich aber auch zu den anspruchsvollsten.

In der letzten abgeschlossenen Ausschreibungsrunde mussten förderfähige Vorhaben Ausgaben zwischen 1 Million und 5 Millionen Euro aufweisen und eine Laufzeit von 12 bis 36 Monaten haben. Kleine Unternehmen konnten eine öffentliche Förderung von bis zu 45 Prozent der förderfähigen Ausgaben erhalten. Für mittlere Unternehmen lag die Höchstgrenze bei 35 Prozent.

Die Förderung bestand aus einem Zuschuss und einem rückzahlbaren Vorschuss. Die Antragsteller benötigten daher weiterhin erhebliches Eigenkapital, ausreichende Liquidität und zusätzliche Finanzierungsquellen, um das Vorhaben vollständig durchzuführen.

Ein wettbewerbsfähiges i-Nov-Vorhaben benötigt mehr als ein innovatives Produkt. Erforderlich sind klar definierte technologische Hindernisse, ein realistischer Entwicklungsplan, eine starke finanzielle Leistungsfähigkeit, messbare wirtschaftliche oder ökologische Wirkungen und ein glaubwürdiger Weg von Forschung und Entwicklung zur Markteinführung.

Unternehmen, die diese Voraussetzungen erfüllen, können durch i-Nov eine bedeutende Finanzierung, öffentliche Anerkennung und zusätzliche Glaubwürdigkeit gegenüber Investoren, Banken, Kunden und Industriepartnern erhalten.

Für Unternehmen, deren Vorhaben noch zu früh ist, hauptsächlich die gewöhnliche Vermarktung betrifft, bereits auf den Aufbau industrieller Produktion ausgerichtet ist oder deren Eigenfinanzierung nicht ausreicht, bietet in der Regel ein anderes Programm von Bpifrance, France 2030, einer französischen Region oder der Europäischen Union einen passenderen Finanzierungsweg.