NGOs & Social Projects

Lidl, dm und ALDI Gemeinschaftsförderungen 2026: Finanzierung für NGOs, Schulen, Umweltprojekte und Sportvereine in Europa

📅 September 8, 2026


Gemeinschaftsförderungen großer europäischer Handelsketten wirken auf den ersten Blick oft unkompliziert. Ein Unternehmen kündigt mehrere Hunderttausend Euro für lokale Organisationen an, veröffentlicht Beispiele früherer Begünstigter und lädt Initiativen zur Teilnahme ein. Hinter dieser leicht verständlichen Darstellung können jedoch sehr unterschiedliche Fördermechanismen stehen.

Dieser Unterschied ist 2026 besonders wichtig, wenn man Lidl, dm-drogerie markt und ALDI miteinander vergleicht.

Lidl betreibt in Irland ein strukturiertes Förderprogramm für Umwelt- und Gemeinschaftsprojekte mit klaren Teilnahmevoraussetzungen, Projektbudgets, finanzieller Prüfung, Einschränkungen bei den förderfähigen Ausgaben, öffentlicher Abstimmung und Pflichten nach der Auszahlung. dm organisiert „Lust an Zukunft“ in Deutschland als bundesweite Spendenaktion, bei der zunächst die Teams der einzelnen Filialen teilnehmende Initiativen auswählen und anschließend die Kundinnen und Kunden abstimmen. Der Scottish Sport Fund von ALDI liegt zwischen diesen beiden Modellen: Organisationen reichen Anträge ein, eine interne Auswahlkommission erstellt eine Vorauswahl und eine öffentliche Abstimmung beeinflusst die endgültige Vergabe.

Für NGOs, Schulen, Umweltinitiativen, lokale Vereine und Sportclubs sind diese Unterschiede weit mehr als eine Frage der Bezeichnung. Sie bestimmen, wann sich eine Organisation vorbereiten muss, ob überhaupt ein offenes Antragsverfahren existiert, welche Kosten anerkannt werden, ob eine Kofinanzierung erforderlich ist, wie wichtig die Unterstützung der Öffentlichkeit ist und welche Verpflichtungen nach der Auszahlung bestehen bleiben.

Im September 2026 befinden sich die drei Programme außerdem in unterschiedlichen Phasen. Die Bewerbungsfrist für den Lidl Green Fund in Irland ist für dieses Jahr abgelaufen, während die öffentliche Abstimmung im Herbst stattfinden soll. Bei dm läuft die Abstimmung für „Lust an Zukunft“ im September. Beim Scottish Sport Fund von ALDI sind mehrere regionale Bewerbungsphasen noch offen oder beginnen erst später im Herbst.

Wie sich die Gemeinschaftsförderungen von Lidl, dm und ALDI 2026 unterscheiden

Der wichtigste Fehler wäre, alle drei Programme als klassische Förderprogramme mit identischem Ablauf zu betrachten.

Der Lidl Green Fund kommt einer traditionellen projektbezogenen Förderung am nächsten. Bewerber werden anhand eines klar definierten Projekts bewertet, müssen finanzielle Angaben machen, können verpflichtet sein, bereits gesicherte Kofinanzierung nachzuweisen, und müssen gegebenenfalls nach der Förderung die Verwendung der Mittel und die erzielten Ergebnisse belegen.

„Lust an Zukunft“ von dm funktioniert anders. Die lokalen Filialteams wählen die Initiativen aus, die an der Aktion teilnehmen. Beide Initiativen, die einer Filiale zugeordnet sind, erhalten eine finanzielle Unterstützung. Die Abstimmung der Kundschaft entscheidet darüber, welche Initiative 600 Euro und welche 400 Euro erhält. Es handelt sich somit nicht um einen bundesweiten offenen Förderaufruf wie bei Lidl, bei dem Tausende Organisationen ihre Anträge zentral einreichen.

Der Scottish Sport Fund von ALDI basiert zwar auf einem Antragsverfahren, misst der Mobilisierung der lokalen Gemeinschaft inzwischen jedoch deutlich größere Bedeutung bei. Im Jahr 2026 gehen vorausgewählte Organisationen in eine öffentliche Abstimmung, sodass Bekanntheit und die Fähigkeit, Unterstützer zu mobilisieren, Teil des Wettbewerbs werden.

Tabelle 1. Überblick über die Gemeinschaftsförderungen von Lidl, dm und ALDI im September 2026

Programm Region Stand 2026 Fördermodell Wichtigste Förderung
Lidl Green Fund Republik Irland Bewerbungen geschlossen, öffentliche Abstimmung für den Herbst vorgesehen Projektförderung mit Vorauswahl und öffentlicher Abstimmung 25.000 Euro für den nationalen Gewinner und 25 Förderungen zu je 3.000 Euro
dm Lust an Zukunft Deutschland Öffentliche Abstimmung vom 1. bis 24. September 2026 Spendenaktion mit Auswahl durch lokale Filialen 600 Euro für die Initiative mit den meisten Stimmen und 400 Euro für die zweite Initiative
ALDI Scottish Sport Fund Schottland Mehrere regionale Bewerbungsphasen noch offen oder im Herbst bevorstehend Antrag, Bewertung, Vorauswahl und öffentliche Abstimmung 3.000 Pfund Sterling Hauptförderung sowie weitere Förderbeträge für Finalisten
Lidl GB Community Fund Großbritannien Laufend Eingeschränkter Gemeinschaftsfonds über das Neighbourly-Netzwerk Lidl nennt jährlich 500.000 Pfund Sterling an Fördermitteln
ALDI UK Neighbourly Vereinigtes Königreich Laufend Weitergabe überschüssiger Lebensmittel Sachspenden statt Projektförderung
Gemeinschaftsförderung von ALDI SÜD Deutschland Laufend Partnerschaften, Spenden und lokale Initiativen Je nach Maßnahme unterschiedlich

Dieser Unterschied ist besonders für Fördermittelberater und Antragsteller wichtig. Eine Organisation kann nicht dieselbe Strategie für alle drei Marken verwenden. Lidl verlangt einen weit entwickelten Projektstand. Bei dm sind lokale Beziehungen entscheidend. ALDI verlangt sowohl einen überzeugenden Antrag als auch zunehmend eine Gemeinschaft, die die Organisation öffentlich unterstützen kann.

Lidl Green Fund 2026: 100.000 Euro für Nachhaltigkeits- und Gemeinschaftsprojekte in Irland

Der Green Fund von Lidl Ireland ist unter den hier untersuchten Programmen die Fördermöglichkeit, die einem klassischen Projektzuschuss am nächsten kommt.

Das Gesamtvolumen beträgt 100.000 Euro. Ein nationaler Gewinner erhält 25.000 Euro, während weitere 25 Projekte jeweils 3.000 Euro bekommen. Die Struktur soll sicherstellen, dass geförderte Projekte in ganz Irland vertreten sind.

Antragsberechtigt sind Gemeinschaftsgruppen, Grundschulen, weiterführende Schulen und registrierte gemeinnützige Organisationen in der Republik Irland. Privatpersonen können keinen Antrag im eigenen Namen stellen.

Das Programm unterstützt vier große Themenfelder: Klima, Biodiversität, Abfallvermeidung sowie Gesundheit und Wohlbefinden. Diese Kategorien sind breiter, als die Bezeichnung „Green Fund“ zunächst vermuten lässt.

Ein Biodiversitätsprojekt kann beispielsweise heimische Bepflanzung, Schulgärten, Lebensräume, Flächen für Bestäuber, Naturpfade oder Meeresschutz umfassen. Klimabezogene Projekte können Energieeffizienz, LED-Beleuchtung oder Solaranlagen betreffen. Maßnahmen zur Abfallvermeidung können Reparaturwerkstätten, Recycling, Wiederverwendung und Aufwertung gebrauchter Materialien einschließen. Im Bereich Gesundheit und Wohlbefinden können gemeinschaftliche Kochprojekte, Ernährungsbildung und nachhaltige Lebensweisen unterstützt werden.

Diese breite Auslegung ist wichtig, weil erfolgreiche Projekte nicht ausschließlich ökologische Ziele verfolgen müssen. Frühere Förderentscheidungen von Lidl zeigen, dass soziale Teilhabe, Bildung, Wohlbefinden und lokale Mitwirkung ein Nachhaltigkeitsprojekt stärken können, sofern der Zusammenhang überzeugend dargestellt wird.

Tabelle 2. Zentrale Regeln des Lidl Green Fund 2026

Anforderung Regelung 2026
Land Republik Irland
Antragsberechtigte Gemeinschaftsgruppen, Grundschulen, weiterführende Schulen, registrierte gemeinnützige Organisationen
Mindestbestehen der Organisation Mindestens 12 Monate
Gesamtvolumen 100.000 Euro
Nationale Hauptförderung 25.000 Euro
Regionale Förderungen 25 Förderungen zu je 3.000 Euro
Zahl der geförderten Projekte 26
Hauptthemen Klima, Biodiversität, Abfallvermeidung, Gesundheit und Wohlbefinden
Öffnung des Bewerbungsverfahrens 13. April 2026
Frist im Bewerbungsleitfaden 18. Mai 2026
Frist in den rechtlichen Teilnahmebedingungen 11. Mai 2026
Öffentliche Abstimmung Für Oktober 2026 vorgesehen
Projektbeginn In der Regel innerhalb von sechs Monaten nach Förderzusage
Projektabschluss In der Regel innerhalb eines Jahres

Das erste bedeutende Problem findet sich in den offiziellen Lidl-Dokumenten selbst.

Der Bewerbungsleitfaden für 2026 nannte den 18. Mai als Frist, während die rechtlichen Teilnahmebedingungen den 11. Mai als Ende des Wettbewerbszeitraums festlegten. Diese Abweichung von sieben Tagen ist erheblich. Eine Organisation, die sich ausschließlich auf den Leitfaden stützte, konnte berechtigterweise davon ausgehen, noch eine weitere Woche Zeit zu haben.

Für professionelle Antragsteller ist dies ein wichtiger Hinweis auf die Notwendigkeit sorgfältiger Dokumentenprüfung. Werbeseiten, Bewerbungsleitfäden und rechtliche Teilnahmebedingungen sollten vor einer Einreichung miteinander verglichen werden. Wenn zwei offizielle Dokumente voneinander abweichen und der Fördergeber keine schriftliche Klarstellung veröffentlicht hat, ist es sicherer, sich an die frühere Frist zu halten.

Die Teilnahmebedingungen von Lidl sind strenger, als die Fördersumme vermuten lässt

Auf den ersten Blick wirkt der Green Fund wie ein leicht zugängliches lokales Gemeinschaftsprogramm. Die rechtlichen und finanziellen Vorgaben zeigen jedoch, dass die Anforderungen deutlich höher sind.

Eine Organisation muss seit mindestens 12 Monaten bestehen. Sie benötigt eine geeignete Leitungs- und Verwaltungsstruktur sowie ein Bankkonto auf den Namen der Organisation. Vorausgewählte Bewerber können aufgefordert werden, Finanzunterlagen, Angaben zu Vorstands- oder Ausschussmitgliedern, Nachweise zum Gemeinnützigkeits- oder Steuerstatus und eine schriftliche Genehmigung des zuständigen Leitungsgremiums vorzulegen.

Je nach Projekt können außerdem Baugenehmigungen, technische Bescheinigungen oder andere entsprechende Unterlagen erforderlich sein.

Eine der weniger sichtbaren finanziellen Bedingungen betrifft Projekte, deren Gesamtkosten über dem beantragten Lidl-Zuschuss liegen. Die Unterlagen für 2026 sehen in bestimmten Fällen vor, dass der Antragsteller nachweisen muss, dass bereits 70 Prozent der noch fehlenden Finanzierung gesichert sind.

Ein Beispiel: Eine lokale Organisation plant ein Projekt mit Gesamtkosten von 50.000 Euro und beantragt 25.000 Euro bei Lidl. Sie kann die verbleibenden 25.000 Euro nicht unbedingt einfach als Betrag angeben, den sie später noch einwerben möchte. Nach dieser Regel kann ein erheblicher Teil dieses Restbetrags bereits verbindlich zugesagt sein müssen.

Der Green Fund eignet sich deshalb eher für Projekte, die bereits ausgearbeitet, kalkuliert, genehmigt und teilweise finanziert sind, als für Ideen in einem sehr frühen Stadium.

Lidl verlangt außerdem die Offenlegung weiterer Finanzierungsquellen. Die Teilnahmebedingungen geben dem Unternehmen erheblichen Ermessensspielraum bei Projekten, die bereits von anderen Fördergebern unterstützt werden. Deshalb sollte genau erklärt werden, welche Kosten jeweils durch welche Finanzierungsquelle gedeckt werden und dass keine Doppelfinanzierung entsteht.

Was Lidl finanziert und was ausgeschlossen ist

Die Förderfähigkeit einer Organisation ist nicht dasselbe wie die Förderfähigkeit einer Ausgabe.

Schulen dürfen Anträge stellen, aber das bedeutet nicht, dass Lidl automatisch gewöhnliche Schulkosten übernimmt. Gefördert werden sollen Projekte, die über die üblichen gesetzlichen und institutionellen Aufgaben hinausgehen.

Auch bei Gebäudekosten gibt es Unterschiede. Eine allgemeine Dach- oder Wandreparatur ist nicht mit einer Energieeffizienzmaßnahme gleichzusetzen, die unmittelbar mit den Zielen des Green Fund verbunden ist.

Tabelle 3. Förderfähige und nicht förderfähige Ausgaben beim Lidl Green Fund

Ausgabe oder Maßnahme Voraussichtliche Behandlung
Solaranlagen Potenziell förderfähig
LED-Beleuchtung und Energieeffizienzmaßnahmen Potenziell förderfähig
Gemeinschaftsgärten Potenziell förderfähig
Biodiversitätsprojekte Potenziell förderfähig
Reparaturwerkstätten und Kreislaufwirtschaft Potenziell förderfähig
Wiederverwendung und Abfallvermeidung Potenziell förderfähig
Nachhaltige Ernährungs- und Bildungsprojekte Potenziell förderfähig
Gehälter Nicht förderfähig
Allgemeine Verwaltungskosten Nicht förderfähig
Regelmäßige laufende Kosten Nicht förderfähig
Kauf von Grundstücken Nicht förderfähig
Kauf von Gebäuden Nicht förderfähig
Allgemeine Reparaturen und Instandhaltung In der Regel nicht förderfähig
Bereits entstandene Ausgaben In der Regel nicht förderfähig
Allgemeine medizinische Ausgaben Nicht förderfähig
Gewinnorientierte wirtschaftliche Tätigkeiten Nicht zulässig
Politische Programme Nicht zulässig
Religiöse Zielsetzungen Nicht zulässig
Lobbyarbeit zur Beeinflussung staatlicher Politik Ausgeschlossen

Die Darstellung des Projekts ist daher entscheidend.

Eine Organisation, die Lidl darum bittet, „die jährlichen Kosten unseres Gemeinschaftszentrums zu unterstützen“, dürfte nur geringe Chancen haben. Dieselbe Organisation kann deutlich besser zum Programm passen, wenn sie einen klar abgegrenzten Biodiversitätsgarten mit Budget, Zeitplan, Zielgruppe, Pflegekonzept und messbaren Umweltwirkungen beantragt.

Das Programm ist außerdem nicht dafür vorgesehen, dauerhaft Personalstellen zu finanzieren. Antragsteller sollten deshalb Projektkosten klar von Gehältern und gewöhnlichen Verwaltungskosten trennen.

Die finanzielle und organisatorische Prüfung kann bei Lidl entscheidend werden

Der Green Fund enthält mehrere weniger sichtbare Bedingungen, die erst nach der ersten Auswahlstufe wichtig werden können.

Vorausgewählte Organisationen können verpflichtet werden, geprüfte Finanzunterlagen und Nachweise zur internen Leitung vorzulegen. Sie müssen möglicherweise außerdem belegen, dass das Bankkonto, auf das die Förderung überwiesen wird, tatsächlich der Organisation gehört.

Die Unterlagen von 2026 verlangen auch die Offenlegung möglicher Interessenkonflikte. Wenn ein Projekt einen Lieferanten, Auftragnehmer, Berater oder eine andere Person bezahlen soll, die in persönlicher oder geschäftlicher Beziehung zu einem Mitglied der Organisation steht, muss diese Verbindung offengelegt werden.

Bei dauerhaften Anlagen oder baulichen Maßnahmen kann Lidl außerdem Nachweise darüber verlangen, dass die Einrichtung auch nach Ende der Förderung gepflegt und erhalten werden kann. Ein Gemeinschaftsgarten gilt beispielsweise nicht als einmalige Installation. Die Organisation kann darlegen müssen, wer die Pflege übernimmt, wie diese finanziert wird und wie das Projekt nach Abschluss der Förderung fortgeführt wird.

Lidl behält sich auch vor, nur einen Teil der beantragten Summe zu bewilligen. Antragsteller sollten ein Projekt daher nicht so planen, dass es bei einer geringeren Förderung vollständig undurchführbar wird.

Eine weitere leicht übersehene Regel betrifft frühere Empfänger. Kleinere Förderungen können eine Wartezeit von 12 Monaten vor einem neuen Antrag auslösen, während Förderungen von mehr als 5.000 Euro eine Wartezeit von 36 Monaten nach sich ziehen können.

Tabelle 4. Weniger sichtbare Anforderungen des Lidl Green Fund

Anforderung Warum sie wichtig ist
Organisation muss mindestens 12 Monate bestehen Sehr neue Gruppen können ausgeschlossen sein
Zustimmung des Leitungsgremiums Das Projekt muss intern offiziell genehmigt sein
Finanzunterlagen können verlangt werden Schwache Buchführung kann nach der Vorauswahl problematisch werden
Bankkonto der Organisation erforderlich Private Konten werden nicht akzeptiert
70 Prozent der verbleibenden Finanzierung können bereits gesichert sein müssen Kofinanzierte Projekte müssen finanziell weit vorbereitet sein
Weitere Fördergeber müssen offengelegt werden Überschneidungen bei der Finanzierung müssen erklärt werden
Interessenkonflikte sind anzugeben Verbundene Lieferanten oder Auftragnehmer können überprüft werden
Pflege- und Erhaltungsregelungen können verlangt werden Besonders wichtig bei Gärten, Infrastruktur und Sachanlagen
Lidl kann nur einen Teil der beantragten Summe bewilligen Das Projekt sollte auch mit geringerer Förderung umsetzbar bleiben
Ergebnisse müssen dokumentiert werden Die Förderung ist mit Nachverfolgung verbunden
Ausgaben können geprüft werden Rechnungen und Belege sollten aufbewahrt werden
Frühere Empfänger müssen gegebenenfalls warten Eine erneute Bewerbung ist nicht immer sofort möglich

Für erfahrene Fördermittelberater verändern diese Bedingungen die Vorbereitung grundlegend. Leitungsstrukturen, Bankverbindungen, Kofinanzierung, Beziehungen zu Lieferanten und interne Genehmigungen sollten vor der Einreichung geprüft werden und nicht erst nach einer Vorauswahl.

Lidl verbindet zwei verschiedene Auswahlverfahren in einem Programm

Der Lidl Green Fund funktioniert zunächst wie eine Projektförderung und anschließend wie ein Wettbewerb um lokale Unterstützung.

In der ersten Stufe werden die Anträge nach Projektqualität, Relevanz, Durchführbarkeit, Nachhaltigkeit und organisatorischer Umsetzungsfähigkeit bewertet. Die Auswahlkommission verfügt über einen erheblichen Ermessensspielraum, und Antragsteller haben nur begrenzte Möglichkeiten, gegen eine negative Entscheidung vorzugehen.

Die vorausgewählten Projekte gehen anschließend in eine öffentliche Abstimmung über Lidl Plus.

Die Unterlagen für 2026 sehen vor, dass drei Projekte aus jedem County diese Stufe erreichen. Lidl-Kundinnen und -Kunden können nach qualifizierenden Einkäufen über das Lidl-Plus-System abstimmen.

Die praktische Folge ist eindeutig: Die fachliche Qualität entscheidet darüber, ob eine Organisation in die Vorauswahl gelangt, während die Mobilisierung der lokalen Bevölkerung die endgültige Förderung beeinflussen kann.

Eine starke Bewerbung benötigt daher zwei Strategien: eine für die Auswahlkommission und eine für die Öffentlichkeit.

Eine fachlich ausgezeichnete Organisation mit geringer lokaler Bekanntheit kann in der zweiten Phase Nachteile haben. Umgekehrt erreicht ein sehr bekannter Verein die Abstimmung möglicherweise gar nicht, wenn das Projekt inhaltlich nicht überzeugt.

Was Lidl im ersten Green-Fund-Zyklus finanziert hat

Der erste Green Fund zeigt gut, wie Lidl die eigenen Förderziele in der Praxis auslegt.

Die nationale Hauptförderung von 25.000 Euro ging an Clonakilty Kids' Food Revolution im County Cork für das Programm „Grow, Cook, Eat“. Die Initiative verbindet Schulgartenarbeit, Kochen, Ernährungsbildung und nachhaltige Verhaltensweisen.

Der Fall ist besonders aussagekräftig, weil er zeigt, dass Lidl den Green Fund nicht auf klassische Umweltinfrastruktur beschränkt. Das Projekt verbindet Umweltbewusstsein, Bildung, Ernährung, praktische Fähigkeiten von Kindern und langfristige Verhaltensänderungen.

Weitere geförderte Projekte umfassten Gemeinschaftsgärten, Biodiversitätsmaßnahmen, Reparatur- und Wiederverwendungsprojekte, inklusive Umweltflächen und gesundheitsbezogene Gemeinschaftsangebote.

Tabelle 5. Beispiele für durch den Lidl Green Fund geförderte Projekte

Projekt oder Empfänger Art der Förderung Zentrales Ergebnis
Clonakilty Kids' Food Revolution Nationaler Gewinner, 25.000 Euro Gartenarbeit, Kochen, Ernährungsbildung und nachhaltiges Verhalten bei Schulkindern
Gemeinschaftliche Biodiversitätsgärten Regionale Förderung Umweltverbesserung und Beteiligung der lokalen Bevölkerung
Barrierefreie und sensorische Gärten Regionale Förderung Biodiversität, Teilhabe und Wohlbefinden
Reparaturwerkstätten Regionale Förderung Abfallvermeidung, Reparatur und Kreislaufwirtschaft
Ernährungsprojekte an Schulen Regionale Förderung Gesundheit, Ernährungsbildung und Wohlbefinden
Inklusive Umweltinitiativen Regionale Förderung Ökologische Wirkung verbunden mit sozialer Teilhabe

Die wichtigste Erkenntnis aus diesen Beispielen ist, dass ein Projekt nicht nur eine einzige Wirkung erzielen muss.

Eine Biodiversitätsmaßnahme kann zugleich das psychische Wohlbefinden verbessern. Ein nachhaltiges Ernährungsprojekt kann die Kenntnisse von Kindern über gesunde Ernährung stärken. Eine Reparaturwerkstatt kann Abfall vermeiden und gleichzeitig Möglichkeiten für Ehrenamt und Weiterbildung schaffen.

Entscheidend ist, dass das Hauptziel des Green Fund klar erkennbar und messbar bleibt.

Kommunikationspflichten und Bildrechte gehören bei Lidl zum Förderverhältnis

Antragsteller sollten auch die Kommunikationsbestimmungen von Lidl lesen und nicht davon ausgehen, dass ein Gewinn lediglich eine Geldüberweisung bedeutet.

Erfolgreiche Empfänger können verpflichtet sein, an Gesprächen, Fotoaufnahmen, Kommunikationsmaßnahmen und Werbeaktivitäten des Programms mitzuwirken. Die rechtlichen Bedingungen von Lidl räumen dem Unternehmen weitreichende Rechte an Bildern und Kommunikationsmaterialien ein, die mit geförderten Projekten verbunden sind.

Dies ist besonders wichtig für Schulen und Organisationen, die mit Kindern, älteren Menschen oder anderen schutzbedürftigen Gruppen arbeiten.

Das Recht eines Fördergebers, ein erfolgreiches Projekt öffentlich darzustellen, hebt die eigenen Schutzpflichten der Organisation nicht auf. Schulen und NGOs sollten sicherstellen, dass ihre internen Einwilligungsverfahren, Regeln für Fotoaufnahmen und Datenschutzmaßnahmen mit den übernommenen Kommunikationspflichten vereinbar sind.

Solche Fragen werden bei der Freude über eine Förderzusage leicht übersehen, können aber später wichtig werden, wenn Fotos, Berichte und Erfahrungsberichte erstellt werden.

dm Lust an Zukunft 2026: eine Spendenaktion statt einer klassischen Förderung

Das Programm von dm-drogerie markt in Deutschland funktioniert grundlegend anders als das von Lidl.

„Lust an Zukunft“ unterstützt bundesweit rund 3.000 lokale Initiativen. dm gibt das gesamte Fördervolumen mit rund 2,1 Millionen Euro an.

Im Jahr 2026 findet die Abstimmung der Kundinnen und Kunden vom 1. bis 24. September statt.

Jede teilnehmende dm-Filiale ist mit zwei lokalen Initiativen verbunden. Die Initiative mit den meisten Stimmen erhält 600 Euro. Die andere erhält 400 Euro.

Beide Organisationen bekommen somit finanzielle Unterstützung.

Dieser Punkt ist wichtig, weil „Lust an Zukunft“ teilweise so dargestellt wird, als würden zwei Organisationen um eine einzige Förderung konkurrieren. Das ist nicht der Fall. Auf Filialebene entscheidet die Abstimmung über die Aufteilung von insgesamt 1.000 Euro und nicht darüber, ob eine Initiative leer ausgeht.

Tabelle 6. dm Lust an Zukunft 2026

Merkmal Regelung 2026
Land Deutschland
Zahl der Initiativen Rund 3.000
Gesamtförderung Rund 2,1 Millionen Euro
Öffentliche Abstimmung 1. bis 24. September 2026
Initiative mit den meisten Stimmen 600 Euro
Zweite Initiative 400 Euro
Auswahl für die Aktion Lokale dm-Teams wählen die teilnehmenden Initiativen
Abstimmungswege Online und in teilnehmenden Filialen
Häufigkeit der Online-Abstimmung Eine Stimme pro Person und Tag
Hauptthemen Natur und Biodiversität, Gesundheit und Prävention, Kultur und Entwicklung, Gemeinschaft und Teilhabe
Klassisches bundesweites Antragsverfahren Kein mit Lidl vergleichbarer öffentlicher Förderaufruf dargestellt
Detaillierte Regeln zu förderfähigen Kosten Nicht in der üblichen Form eines Förderregelwerks veröffentlicht
Standardisierte Berichterstattung nach Auszahlung Kein mit Lidl vergleichbares öffentlich beschriebenes Verfahren

Der eigentliche Wettbewerb beginnt somit schon vor der öffentlichen Abstimmung.

Die lokalen dm-Teams suchen Initiativen in ihrer Umgebung und entscheiden, welche Organisationen den Kundinnen und Kunden vorgestellt werden. Für eine lokale Organisation kann daher der Aufbau einer Beziehung zur nächstgelegenen Filiale lange vor Beginn der Kampagne der entscheidende Schritt sein.

„Lust an Zukunft“ ähnelt damit stärker einer lokalen Unternehmensspende und gesellschaftlichen Partnerschaft als einem klassischen Förderantrag.

Warum das dm-Modell eine andere Strategie erfordert

Eine Organisation, die das Programm erst am 10. September entdeckt, kann nicht einfach ein Formular öffnen, ein Budget anhängen und bis zum 24. September einen Antrag einreichen.

Zu diesem Zeitpunkt wurden die lokalen Initiativen bereits ausgewählt.

Für künftige Runden sollten interessierte Organisationen deshalb die Aktivitäten ihrer örtlichen dm-Filiale früher im Jahr beobachten und rechtzeitig vor der Auswahl der Teilnehmer Kontakt aufnehmen.

Diese Vorgehensweise ist besonders für kleine Vereine relevant, die keine eigene Fördermittelabteilung haben. Das Programm scheint keine langen technischen Anträge in derselben Weise zu belohnen wie Lidl. Lokale Relevanz, sichtbare Gemeinschaftsarbeit, die Beziehung zur Filiale und eine verständliche Darstellung des gesellschaftlichen Nutzens dürften wichtiger sein.

Die einzelnen Beträge sind zwar niedrig, das Gesamtvolumen ist jedoch erheblich. Tausende Initiativen erhalten durch eine einzige Aktion finanzielle Unterstützung und lokale Sichtbarkeit.

Auch die vier Themenfelder sind breit. Natur und Biodiversität umfassen Umweltprojekte. Gesundheit und Prävention können lokale Gesundheits- und Wohlbefindensangebote einschließen. Kultur und Entwicklung öffnen den Zugang für Bildungs- und Kulturprojekte. Gemeinschaft und Teilhabe betreffen soziale Inklusion, Ehrenamt, lokalen Zusammenhalt und bürgerschaftliches Engagement.

Die von dm veröffentlichten Zahlen müssen vorsichtig interpretiert werden

Die Zahlen der Kampagne sind beeindruckend, erlauben aber keine klassische Berechnung einer Förderquote.

dm spricht von rund 3.000 teilnehmenden Initiativen und einem Netz von ungefähr 2.100 Filialen. Jede teilnehmende Filiale stellt zwei Initiativen vor.

Diese Zahlen lassen sich nicht ohne Weiteres in einen gewöhnlichen Bewerbungsprozess übertragen. Dieselbe Initiative kann mit mehreren Filialen verbunden sein, und die veröffentlichte Zahl kann einzelne Organisationen statt sämtlicher Filial-Initiativen-Zuordnungen darstellen.

Noch wichtiger ist, dass die ungefähr 3.000 Initiativen nicht zwangsläufig 3.000 Organisationen entsprechen, die einen bundesweiten Antrag gestellt haben.

Es handelt sich um Initiativen, die bereits in die Aktion aufgenommen wurden.

Es wäre daher irreführend zu behaupten, dm habe „3.000 Bewerbungen erhalten“, oder aus dieser Zahl eine Erfolgsquote zu berechnen.

Für Organisationen auf der Suche nach Finanzierung ist gerade das Fehlen solcher Angaben eine nützliche Information. Das Programm sollte eher als lokale Partnerschaftsmöglichkeit mit einem Unternehmen und weniger als bundesweiter Fördertopf mit messbarer Bewilligungsquote verstanden werden.

Was sich bei dm 2026 verändert hat

Die finanzielle Struktur entspricht weitgehend früheren Ausgaben von „Lust an Zukunft“. Die Initiative mit den meisten Stimmen erhält 600 Euro, die zweite 400 Euro.

Die wichtigste sichtbare Veränderung betrifft den Zeitplan.

Die öffentliche Aktion 2024 fand früher im Jahr statt, während die Abstimmung 2026 im September läuft.

Frühere von dm vorgestellte Beispiele zeigen die große Bandbreite der geförderten Arbeit. Dazu gehören Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote für Migrantinnen, naturpädagogische Aktivitäten für Kinder mit und ohne Behinderung, therapeutische Projekte für Menschen mit Behinderungen und Unterstützungsangebote für finanziell benachteiligte ältere Menschen.

Diese Vielfalt macht das Programm für viele lokale Vereine interessant, deren Arbeit nicht in klassische Umwelt- oder Sportförderung passt.

ALDI Scottish Sport Fund 2026: regionale Förderung mit der Sichtbarkeit einer landesweit bekannten Marke

Der Scottish Sport Fund von ALDI ist im September 2026 die unmittelbar zugänglichste Fördermöglichkeit für Organisationen in schottischen Regionen, deren Bewerbungsfristen noch laufen oder erst beginnen werden.

Das Programm arbeitet mit mehreren regionalen Bewerbungsphasen und nicht mit einer einzigen landesweiten Frist.

Im Jahr 2026 beginnen die Bewerbungsfenster im Frühjahr und reichen bis in den November. Am 8. September ist die Runde für Fife, Perth und Kinross geöffnet. Edinburgh und die Lothians sowie anschließend South Scotland folgen später.

Tabelle 7. Regionale Bewerbungsfristen des ALDI Scottish Sport Fund 2026

Region Postleitzahlgebiete Bewerbungszeitraum Stand am 8. September 2026
Zentralschottland FK, ML 13. April bis 10. Mai Geschlossen
Nordosten, Highlands und Inseln AB, IV, PH, KW, ZE, HS 11. Mai bis 7. Juni Geschlossen
Glasgow G 8. Juni bis 5. Juli Geschlossen
Westschottland PA, KA 6. Juli bis 2. August Geschlossen
Dundee und Tayside DD 3. bis 30. August Geschlossen
Fife, Perth und Kinross PH, KY 31. August bis 27. September Offen
Edinburgh und die Lothians EH 28. September bis 25. Oktober Bevorstehend
Südschottland DG, TD 26. Oktober bis 22. November Bevorstehend

Die regionale Struktur ist besonders wichtig für Organisationen, die in mehreren Gebieten tätig sind. Die ALDI-Regeln verlangen, dass sie die jeweils früheste einschlägige Frist beachten und nicht einfach die Region mit dem spätesten Bewerbungsende wählen.

Wer sich beim Scottish Sport Fund von ALDI bewerben kann

Die formalen Teilnahmebedingungen von ALDI sind breiter, als die Bezeichnung „Sportverein“ vermuten lässt.

Förderfähig können lokale Sportvereine, registrierte Community Amateur Sports Clubs, Schulen und Bildungseinrichtungen, religiöse Organisationen, Pfadfindergruppen, bestimmte gemeinnützige Fonds der Streitkräfte sowie registrierte Community Interest Companies sein.

Die Organisation muss ihren Sitz in Schottland haben und Sportangebote für Menschen aus der lokalen Gemeinschaft bereitstellen.

Damit ist das Programm auch für Einrichtungen zugänglich, die keine registrierten Wohltätigkeitsorganisationen sind.

Eine Schule kann förderfähig sein. Auch eine Community Interest Company kann teilnehmen. Eine lokale Organisation mit einem strukturierten Sportangebot kann ebenfalls infrage kommen.

Gleichzeitig gibt es klare Ausschlüsse. Hochschulsportvereine sind nicht zugelassen. Die Förderung einzelner Sportler ist ausgeschlossen. Reise- und Übernachtungskosten werden nicht finanziert. Auch politische Parteien und bestimmte Organisationen mit ausschließlich geschlossenem Mitgliederzugang sind ausgeschlossen.

Die Gestaltung des Budgets ist daher wichtig. Ein lokaler Boxverein, der neue Trainingsgeräte beantragt, kann gut zum Programm passen. Derselbe Verein würde mit einem Antrag, der überwiegend Hotel- und Reisekosten für Wettkämpfe enthält, gegen die Regeln von 2026 verstoßen.

ALDI hat das Auswahlverfahren 2026 grundlegend verändert

Die wichtigste Veränderung besteht nicht nur in der Erhöhung des Höchstbetrags.

Im Jahr 2025 bestand das regionale Verfahren aus einer internen Bewertung und anschließend einer zufälligen Auslosung unter geeigneten Organisationen. Die höchste regionale Förderung lag damals bei 2.500 Pfund Sterling, ergänzt durch mehrere kleinere Beträge.

Im Jahr 2026 wurde die höchste Förderung auf 3.000 Pfund Sterling angehoben, und die Endphase basiert nun stärker auf einer öffentlichen Abstimmung über die sozialen Medien von ALDI.

Dadurch verändert sich der Charakter des Wettbewerbs erheblich.

Ein Verein kann sich nicht mehr ausschließlich darauf konzentrieren, einen guten Antrag einzureichen und nach der Vorauswahl auf das Losglück zu hoffen. Lokale Bekanntheit, Unterstützung durch die Gemeinschaft und die Fähigkeit zur Mobilisierung können nun unmittelbar das Ergebnis beeinflussen.

Das Bewerbungsformular spiegelt diese Veränderung wider. Es fragt nach Angaben zum sozialen Netzwerk der Organisation, damit vorausgewählte Bewerber während der Abstimmung kenntlich gemacht werden können.

Für kleine ehrenamtlich geführte Vereine kann diese Vorgabe wichtiger sein, als sie zunächst erscheint. Eine Organisation ohne aktive Präsenz in sozialen Netzwerken kann weiterhin förderfähig sein, aber in der Endphase einen praktischen Nachteil haben.

Die offiziellen ALDI-Dokumente enthalten eine Unstimmigkeit bei den Förderbeträgen

Antragsteller sollten wissen, dass die offiziellen Unterlagen von ALDI für 2026 nicht vollständig übereinstimmen.

Die Teilnahmebedingungen nennen eine Förderung von 3.000 Pfund Sterling für den Gewinner der öffentlichen Abstimmung sowie zwei weitere Förderungen von jeweils 1.250 Pfund Sterling.

Eine separate offizielle Seite mit häufig gestellten Fragen erwähnt zusätzlich einen weiteren Förderbetrag von 750 Pfund Sterling.

Dadurch entsteht Unsicherheit über das gesamte Fördervolumen pro Region.

Wenn man nur die Teilnahmebedingungen zugrunde legt, ergibt sich ein Gesamtbetrag von 5.500 Pfund Sterling pro Region. Bezieht man auch die zusätzlichen 750 Pfund Sterling aus den häufig gestellten Fragen ein, steigt der Betrag auf 6.250 Pfund Sterling.

Solange ALDI nicht klarstellt, wie diese zusätzliche Förderung vergeben wird, sollte das gesamte Fördervolumen für 2026 nicht als eindeutig feststehende Zahl dargestellt werden.

Dieser Fall zeigt ein allgemeines Problem bei der Fördermittelrecherche. Datenbanken übernehmen häufig Zahlen aus nur einer Werbeseite, ohne sie mit den rechtlichen Bedingungen zu vergleichen. Wenn zwei offizielle Dokumente voneinander abweichen, muss gerade diese Abweichung Teil der Prüfung sein.

Die Prüfungsrechte von ALDI sind umfangreicher, als die Werbeseite vermuten lässt

Der Scottish Sport Fund wird als leicht zugängliche Unterstützung für den lokalen Sport dargestellt, doch die Bedingungen für 2026 geben ALDI weitreichende Kontrollmöglichkeiten.

Das Unternehmen kann Nachweise zum Status der Organisation, zur Identität und Adresse des Antragstellers sowie zur Beziehung zwischen der antragstellenden Person und der Organisation verlangen.

ALDI behält sich außerdem das Recht vor, Hintergrundprüfungen bei vorausgewählten Bewerbern und beteiligten Personen vorzunehmen.

Die Bedingungen gehen noch weiter und erwähnen die Offenlegung früherer Verurteilungen oder strafrechtlicher Einträge bei Personen, die den Antrag einreichen oder die beantragten Mittel kontrollieren.

Für eine Gemeinschaftsförderung von 3.000 Pfund Sterling kann dieses Maß an Prüfung manche Organisation überraschen.

Der Fonds gibt ALDI außerdem das Recht zu überprüfen, wie die Mittel verwaltet wurden, und bei Verdacht auf missbräuchliche Verwendung Nachforschungen anzustellen. Dass kein ausführliches öffentliches Abschlussberichtsformular beworben wird, bedeutet daher nicht, dass Empfänger die Mittel ohne Rechenschaftspflicht verwenden können.

Die Förderung ist einmalig und nicht regelmäßig wiederkehrend. Die Empfänger müssen sie für die im Antrag beschriebenen Zwecke einsetzen.

ALDI-Empfänger übernehmen auch Kommunikationspflichten

Erfolgreiche Organisationen sollen an Gesprächen, Fotoaufnahmen, öffentlichen Auftritten und anderen Kommunikationsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Programm mitwirken.

Die Beziehung funktioniert jedoch nicht in beide Richtungen gleichermaßen.

Empfänger dürfen Marken, Gestaltungselemente oder Unternehmensmaterialien von ALDI nicht automatisch frei verwenden, nur weil sie eine Förderung erhalten haben. Veröffentlichungen, die ALDI oder den Scottish Sport Fund erwähnen, können einer vorherigen Zustimmung bedürfen.

Für Vereine, die Förderer üblicherweise sofort mit deren Zeichen auf Plakaten oder in Beiträgen erwähnen, ist dies ein wichtiger Punkt.

Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit sollten deshalb vor einer Veröffentlichung klären, welche Genehmigungen erforderlich sind.

Wie frühere ALDI-Begünstigte die Mittel eingesetzt haben

Frühere Beispiele geben einen guten Eindruck davon, welche Arten von Projekten ALDI unterstützt hat.

Der Falkirk Lawn Tennis Club erhielt eine regionale Förderung von 2.500 Pfund Sterling und verwendete sie für Tennisnetze, Bälle, Schläger und kostenlose Tennisstunden für lokale Schulen.

Der Springhill Boxing Club erhielt 2.500 Pfund Sterling für Ausrüstung und die Weiterentwicklung des Vereins.

Der Lismore Rugby Football Club nutzte seine Förderung, um ein Walking-Rugby-Angebot für Menschen über 50 Jahre zu entwickeln. Das zeigt, dass das Programm nicht nur Wettkampfsport, sondern auch Teilhabe und soziale Einbindung unterstützen kann.

ALDI gibt an, dass seit Beginn des Scottish Sport Fund im Jahr 2016 mehr als 650 Vereine unterstützt wurden und insgesamt rund 500.000 Pfund Sterling vergeben worden sind.

Damit handelt es sich um ein etabliertes Programm und nicht um eine einmalige Werbeaktion.

Frühere Beispiele sollten dennoch immer mit den aktuellen Regeln verglichen werden. Eine Ausgabe, die in einem älteren Förderfall akzeptiert wurde, ersetzt nicht die Bedingungen von 2026. Wenn beispielsweise in einem früheren Projekt Reisekosten eine Rolle spielten, bedeutet dies nicht, dass solche Ausgaben heute förderfähig sind.

Weitere Gemeinschaftsförderungen von Lidl und ALDI in Europa

Die drei Hauptprogramme sind nicht die einzigen Formen gesellschaftlicher Unterstützung dieser Handelsketten.

In Großbritannien arbeitet Lidl mit Neighbourly über einen Community Fund zusammen, der nach Angaben des Unternehmens jährlich 500.000 Pfund Sterling für ein Netzwerk von mehr als 1.300 lokalen Organisationen bereitstellt.

Die wichtigste Einschränkung betrifft den Zugang. Dieser Fonds ist nicht mit dem offen zugänglichen irischen Green Fund gleichzusetzen. Die Finanzierung ist mit Organisationen verbunden, die bereits Teil des lokalen Lidl-Netzwerks und des Systems zur Weitergabe überschüssiger Lebensmittel sind.

Lidl gibt an, dass diese Mittel unter anderem dazu verwendet wurden, Lebensmittelarmut zu bekämpfen, auf steigende Nachfrage nach Lebensmittelpaketen zu reagieren, Lagerkapazitäten zu schaffen und Räume für die Zubereitung von Mahlzeiten zu verbessern.

Im Jahr 2026 kündigte Lidl GB außerdem weitere lokale Spenden an, die direkt durch Filialteams vergeben wurden. Dies zeigt einen weiteren wichtigen Unterschied: Manche Formen gesellschaftlicher Unternehmensunterstützung werden von Mitarbeitenden verteilt und nicht über ein offenes Wettbewerbsverfahren.

Auch ALDI nutzt Unterstützungsmodelle, die keine klassischen Förderprogramme sind.

Im Vereinigten Königreich konzentriert sich die Zusammenarbeit mit Neighbourly vor allem auf die Weitergabe überschüssiger Lebensmittel. Gemeinnützige Organisationen und lokale Gruppen können an Abholungen in Filialen teilnehmen, erhalten jedoch hauptsächlich Sachleistungen und keine Projektfinanzierung in bar.

ALDI SÜD unterstützt in Deutschland ebenfalls lokale Organisationen über größere Partnerschaften, Spenden und örtliche Maßnahmen. Einige dieser finanziellen Verpflichtungen sind erheblich, viele beruhen jedoch auf direkt ausgewählten Partnerschaften und nicht auf offenen Bewerbungsverfahren für beliebige NGOs.

Für Organisationen auf der Suche nach Finanzierung ist dieser Unterschied entscheidend. Ein Unternehmen kann mehrere Millionen Euro für gesellschaftliches Engagement aufwenden, ohne einen offenen Förderaufruf anzubieten.

Die steuerliche Behandlung ist nicht automatisch einfach

Unternehmensförderungen und Spenden werden umgangssprachlich manchmal als „kostenloses Geld“ bezeichnet. Diese Vorstellung kann zu Fehlern in der Buchhaltung führen.

Weder Lidl noch ALDI gewähren jedem Empfänger automatisch eine allgemeine Steuerbefreiung, nur weil die Zahlung als Förderung bezeichnet wird.

In Irland können registrierte gemeinnützige Organisationen unter bestimmten Voraussetzungen steuerliche Vergünstigungen erhalten. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie von allen Steuern befreit sind. Besonders die Behandlung der Mehrwertsteuer kann bei Ausrüstungs- und Infrastrukturprojekten wichtig sein.

Eine Schule oder gemeinnützige Organisation, die eine Umweltmaßnahme im Wert von 25.000 Euro plant, sollte deshalb vor Abschluss des Budgets wissen, ob die Mehrwertsteuer erstattet, ausgeglichen oder als tatsächlicher Projektaufwand getragen werden muss.

Auch in Schottland hängt die steuerliche Behandlung von der Rechtsform des Empfängers ab.

Registrierte gemeinnützige Organisationen und Community Amateur Sports Clubs können steuerliche Vorteile haben, die nicht notwendigerweise in gleicher Weise für Community Interest Companies oder andere Rechtsformen gelten.

Eine Community Interest Company kann beim ALDI-Programm antragsberechtigt sein, ohne steuerlich genauso behandelt zu werden wie eine registrierte Wohltätigkeitsorganisation.

Auch in Deutschland ist Vorsicht erforderlich. dm bezeichnet seine Zahlungen als Spenden, doch die buchhalterische und steuerliche Behandlung richtet sich nach dem rechtlichen und steuerlichen Status der empfangenden Organisation.

Der sicherste Grundsatz lautet daher: Die Bezeichnung des Unternehmens bestimmt nicht die steuerliche Behandlung. Entscheidend sind Rechtsform, Zweck, Buchführungsvorschriften und nationales Steuerrecht.

Welches Programm passt zu welcher Organisation?

Für eine irische Umweltorganisation mit einem gut vorbereiteten Projekt bietet der Lidl Green Fund die stärkste Fördermöglichkeit. Die nationale Förderung von 25.000 Euro kann eine substanzielle Maßnahme ermöglichen, doch die Organisation sollte ihre Leitungsstrukturen, Finanzen, Kofinanzierung und Projektplanung bereits im Griff haben.

Auch für eine irische Schule kann Lidl sehr interessant sein, wenn das Projekt über gewöhnliche Bildungsausgaben hinausgeht und einen zusätzlichen Umwelt-, Bildungs- oder Gemeinschaftsnutzen schafft.

Für einen kleinen deutschen Verein sollte „Lust an Zukunft“ von dm eher als Möglichkeit einer lokalen Unternehmenspartnerschaft verstanden werden und weniger als klassischer Förderantrag. Der entscheidende Schritt besteht darin, vor Beginn der Kundenabstimmung von einer lokalen Filiale ausgewählt zu werden.

Für einen schottischen Sportverein, eine Schule, einen Community Amateur Sports Club oder eine geeignete Community Interest Company bleibt der Scottish Sport Fund von ALDI in mehreren Regionen im Herbst 2026 eine konkrete Fördermöglichkeit. Antragsteller sollten nicht nur ein überzeugendes Projekt, sondern auch eine Strategie zur Mobilisierung der Öffentlichkeit während der Abstimmungsphase vorbereiten.

Die wichtigste versteckte Erkenntnis hinter diesen Unternehmensprogrammen

Der Unterschied zwischen erfolgreichen und erfolglosen Bewerbern kann von weit mehr abhängen als nur von der Qualität des Projekts.

Bei Lidl kann eine Organisation eine ausgezeichnete Idee haben und trotzdem scheitern, weil Finanzunterlagen fehlen, Kofinanzierung nicht gesichert ist, das Budget nicht den Regeln entspricht, interne Genehmigungen fehlen oder beantragte Kosten nicht förderfähig sind.

Bei dm kann eine sehr starke Organisation nie in die öffentliche Kampagne gelangen, weil sie sich zu spät mit dem Programm beschäftigt und keine Beziehung zu ihrer örtlichen Filiale aufgebaut hat.

Bei ALDI kann ein überzeugendes Sportprojekt die Vorauswahl erreichen und anschließend gegen Organisationen verlieren, die ihre lokale Gemeinschaft während der öffentlichen Abstimmung besser mobilisieren.

Deshalb muss gesellschaftliche Unternehmensförderung anders analysiert werden als klassische Stiftungsförderung.

Der Antragsteller konkurriert nicht nur um Geld. Er muss auch das Filialnetz, die Kommunikationsziele, das Modell der lokalen Beteiligung, rechtliche Anforderungen und interne Unternehmensabläufe verstehen.

Fazit

Lidl, dm und ALDI leisten 2026 bedeutende Unterstützung für lokale Gemeinschaften in Europa, nutzen dafür jedoch drei sehr unterschiedliche Modelle.

Der Lidl Green Fund kommt einem klassischen Projektzuschuss am nächsten. Er bietet den höchsten Einzelbetrag in diesem Vergleich und kann umfangreiche Nachhaltigkeitsprojekte ermöglichen. Gleichzeitig stellt er die detailliertesten Anforderungen an Finanzen, Leitungsstrukturen, förderfähige Ausgaben und Nachweispflichten.

„Lust an Zukunft“ von dm funktioniert hauptsächlich als lokale Spendenaktion. Die einzelnen Beträge sind kleiner, dafür erreicht das Programm Tausende Initiativen und verschafft ihnen erhebliche lokale Sichtbarkeit. Der entscheidende Schritt erfolgt bereits vor der öffentlichen Abstimmung, wenn die Teams der dm-Filialen die teilnehmenden Organisationen auswählen.

Der Scottish Sport Fund von ALDI verbindet ein formales Bewerbungsverfahren mit einem öffentlichen Wettbewerb. Das Modell von 2026 legt mehr Gewicht auf lokale Mobilisierung als frühere Runden und bleibt für ein relativ breites Spektrum schottischer Gemeinschafts- und Sportorganisationen zugänglich.

Für Antragsteller ist die praktische Schlussfolgerung eindeutig: Die angekündigte Fördersumme sollte niemals das einzige Kriterium sein, nach dem ein Unternehmensprogramm bewertet wird.

Bevor eine Organisation Zeit in einen Antrag investiert, sollte sie prüfen, ob das Programm tatsächlich offen ist, ob ihre Rechtsform zugelassen ist, welche Kosten finanziert werden können, ob eine Kofinanzierung bereits gesichert sein muss, ob eine öffentliche Abstimmung das Ergebnis beeinflusst, welche Berichtspflichten oder Kommunikationsauflagen nach der Bewilligung gelten und ob die Werbeseite mit den rechtlichen Teilnahmebedingungen übereinstimmt.

Im Jahr 2026 können gerade diese weniger sichtbaren Einzelheiten darüber entscheiden, wer eine Förderung erhält und welche Organisationen von Anfang an überhaupt eine realistische Chance hatten.