Französische kleine und mittlere Unternehmen, die neue Auslandsmärkte erschließen möchten, können auf eines der umfassendsten Systeme zur Exportförderung in Europa zurückgreifen. Frankreich bietet jedoch keinen einheitlichen staatlichen Zuschuss, der allen Unternehmen automatisch die Kosten für internationale Fachmessen, Auslandsreisen, Personalbeschaffung im Ausland oder Marktstudien erstattet.
Das französische System verbindet vielmehr mehrere unterschiedliche Förderinstrumente. Dazu gehören eine Absicherung des Markterschließungsrisikos mit rückzahlbarer Vorauszahlung, regionale Zuschüsse, teilweise finanzierte Beratungsleistungen, Auslandseinsätze im Rahmen des V.I.E.-Programms, Bankfinanzierungen mit staatlicher Risikoabsicherung sowie Kreditversicherungen für größere Ausfuhrverträge.
Für Unternehmen ist es entscheidend, die rechtliche und finanzielle Funktionsweise jedes Instruments zu verstehen. Ein regionaler Zuschuss ist nicht dasselbe wie eine Vorauszahlung aus einem Versicherungsmechanismus. Eine staatliche Garantie bedeutet nicht, dass das exportierende Unternehmen unmittelbar Geld erhält. Ein V.I.E. ist keine kostenlose Arbeitskraft. Auch ein maximaler Deckungssatz entspricht nicht zwangsläufig dem Betrag, der dem Unternehmen tatsächlich zur Verfügung gestellt wird.
Dieser Artikel erläutert, wie die wichtigsten französischen Instrumente der Exportförderung im Jahr 2026 funktionieren, welche Unternehmen und Ausgaben förderfähig sein können, wie Rückzahlungen berechnet werden und wie KMU verschiedene Förderformen miteinander verbinden können, ohne dieselbe Ausgabe doppelt finanzieren zu lassen.
Frankreich verfügt nicht über einen einheitlichen Exportzuschuss
Die französische Exportförderung orientiert sich an drei wesentlichen Phasen der internationalen Geschäftsentwicklung.
In der Phase der Markterschließung müssen Unternehmen möglicherweise die Nachfrage untersuchen, ihr Angebot anpassen, an Fachmessen teilnehmen, Vertriebspartner suchen oder eigenes Personal für das Auslandsgeschäft einstellen. Für diese Phase sind insbesondere die Assurance Prospection, regionale Zuschüsse und die Leistungen von Team France Export von Bedeutung.
Sobald ein Unternehmen eine dauerhaftere Präsenz im Ausland aufbauen möchte, kann es das V.I.E.-Programm, internationale Beratungsleistungen, eine örtliche Vertretung oder regionale Unterstützung für die Geschäftsentwicklung nutzen.
Nach dem Abschluss eines internationalen Vertrags verändern sich die Finanzierungsbedürfnisse. Das Unternehmen benötigt möglicherweise Bankmittel für die Herstellung vor dem Zahlungseingang, Sicherheiten, die der ausländische Auftraggeber verlangt, oder Schutz gegen Zahlungsausfälle. Für diese Aufgaben stehen insbesondere Instrumente von Bpifrance Assurance Export und den beteiligten Banken zur Verfügung.
Dieselbe Institution kann somit sehr unterschiedliche Geschäftsvorgänge unterstützen. Deshalb dürfen die französischen Exportinstrumente nicht pauschal als Zuschüsse bezeichnet werden.
Tabelle 1. Wichtigste Formen der Exportförderung für französische KMU
| Instrument | Was das Unternehmen erhält | Rückzahlungspflicht | Typischer Verwendungszweck |
|---|---|---|---|
| Assurance Prospection | Eine Vorauszahlung im Zusammenhang mit abgesicherten Ausgaben für die Erschließung internationaler Märkte | Mindestens ein Teil der Vorauszahlung muss in der Regel zurückgezahlt werden | Marktstudien, Fachmessen, Reisen, Werbung, Exportpersonal und Auslandsvertretung |
| Regionaler Exportzuschuss | Teilweise Erstattung genehmigter förderfähiger Ausgaben | In der Regel nicht rückzahlbar, wenn alle Bedingungen eingehalten werden | Fachmessen, Geschäftsreisen, V.I.E.-Einsätze und Leistungen zur Markterschließung |
| Diagnostic Business International | Eine teilweise finanzierte Beratungsleistung | Keine Rückzahlung, das Unternehmen trägt jedoch einen Teil der Kosten | Marktauswahl, Vorbereitung der Vertriebsstrategie und Suche nach Partnern |
| V.I.E. | Einen verwalteten Auslandseinsatz für eine junge Fachkraft | Das Unternehmen trägt die Kosten des Einsatzes | Auslandsvertretung, Vertriebsentwicklung, technische Unterstützung und Partnerschaften |
| Assurance Préfinancement Export | Erleichterten Zugang zu einem Bankdarlehen mit staatlicher Risikoabsicherung | Das Bankdarlehen muss vollständig zurückgezahlt werden | Herstellung und Betriebsmittel vor der Bezahlung eines Ausfuhrvertrags |
| Assurance Caution Export | Absicherung des Risikos einer Bank oder eines Garantiegebers | Kein unmittelbarer Zuschuss an das exportierende Unternehmen | Bietungsgarantien, Anzahlungsbürgschaften und Vertragserfüllungsgarantien |
| Exportkreditversicherung | Schutz des Kreditgebers vor einem Zahlungsausfall des ausländischen Käufers | Abhängig von der Finanzierungsstruktur | Größere Ausfuhrverträge mit Zahlungsaufschub |
| France 2030 Export | Mitfinanzierung ausgewählter Maßnahmen zur internationalen Entwicklung | Abhängig von der jeweiligen Maßnahme | Internationale Entwicklung förderfähiger Unternehmen aus France 2030 |
Aufbau des französischen Systems der Exportförderung
Das französische System beruht auf der Zusammenarbeit zwischen staatlichen Einrichtungen, Regionen, Industrie- und Handelskammern, Banken und Auslandsberatern.
Team France Export ist das zentrale Koordinierungsnetz für Unternehmen, die Unterstützung bei ihrer internationalen Entwicklung suchen. Es vereint die französischen Regionen, Business France, die Industrie- und Handelskammern sowie Bpifrance. Die regionalen Berater beurteilen die Exportbereitschaft des Unternehmens, helfen bei der Auswahl geeigneter Zielmärkte und ermitteln verfügbare Fördermöglichkeiten.
Business France ist die nationale Einrichtung für die internationale Entwicklung französischer Unternehmen und die Förderung ausländischer Investitionen in Frankreich. Sie organisiert Geschäftsreisen, französische Gemeinschaftsstände auf internationalen Fachmessen, Leistungen zur Markterschließung und das V.I.E.-Programm.
Bpifrance bietet Darlehen, Garantien und Beratungsleistungen an. Über Bpifrance Assurance Export verwaltet sie außerdem im Auftrag des französischen Staates die staatlichen Exportgarantien.
Den Regionen kommt eine entscheidende Rolle zu, da zahlreiche unmittelbare Zuschüsse für Fachmessen, Geschäftsreisen und V.I.E.-Einsätze nicht über ein einheitliches staatliches Programm, sondern über regionale Regelungen vergeben werden. Die Förderfähigkeit hängt daher davon ab, wo das Unternehmen ansässig ist, von welchem Standort aus das Vorhaben durchgeführt wird und ob im jeweiligen Regionalhaushalt noch Mittel verfügbar sind.
Seit der Gründung von Team France Export hat das Netzwerk mehr als 70.000 Exportvorhaben von Unternehmen begleitet. Im Jahr 2026 erneuerten Business France und das landesweite Netz der Industrie- und Handelskammern ihre Zusammenarbeit. Damit wurde die Fortsetzung des abgestimmten regionalen und internationalen Betreuungsmodells bestätigt.
Die Assurance Prospection im Überblick
Die Assurance Prospection gehört zu den wichtigsten französischen Instrumenten für Unternehmen, die neue Auslandsmärkte erschließen möchten. Trotz ihrer Bezeichnung handelt es sich weder um eine gewöhnliche privatwirtschaftliche Versicherung noch um einen klassischen nicht rückzahlbaren Zuschuss.
Das Instrument soll einen Teil des finanziellen Risikos einer Markterschließungskampagne auffangen. Das Unternehmen legt einen Zielmarkt oder ein geografisches Gebiet fest, erstellt einen Haushalt für die internationale Geschäftsentwicklung und reicht seinen Antrag ein, bevor die betreffenden Maßnahmen begonnen werden.
Wird der Antrag bewilligt, kann das Unternehmen eine erste Zahlung erhalten, die auf dem abgesicherten Haushalt beruht. Nach Ablauf der Markterschließungsphase prüft Bpifrance die tatsächlich entstandenen Ausgaben und die im abgesicherten Gebiet erzielten Auslandsumsätze. Anschließend wird der endgültige Rückzahlungsbetrag festgelegt.
Erzielt die Kampagne erhebliche Auslandsumsätze, kann das Unternehmen verpflichtet sein, die erhaltene Entschädigung vollständig zurückzuzahlen. Bleibt die Kampagne erfolglos, muss dennoch in der Regel ein Mindestanteil zurückgezahlt werden. Das Instrument begrenzt somit einen Teil des Geschäftsrisikos, beseitigt es jedoch nicht vollständig.
Förderfähige Unternehmen
Die Assurance Prospection steht französischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von weniger als 500 Millionen Euro offen. Aufgrund dieses Schwellenwerts ist das Instrument nicht ausschließlich auf KMU im Sinne der europäischen Definition begrenzt, auch wenn KMU zu den wichtigsten Nutzergruppen gehören.
Das antragstellende Unternehmen muss in der Regel mindestens ein vollständiges Geschäftsjahr von zwölf Monaten abgeschlossen haben. Das betreffende Erzeugnis oder die betreffende Dienstleistung muss bereits vermarktet werden. Die Assurance Prospection ist grundsätzlich nicht dafür bestimmt, die anfängliche Entwicklung eines Produkts zu finanzieren, das noch nicht am Markt angeboten wird.
Das Unternehmen muss außerdem wirtschaftlich tragfähig sein, seine steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Verpflichtungen erfüllt haben und einen ausreichenden französischen Wertschöpfungsanteil nachweisen. Im Zusammenhang mit dem betroffenen Erzeugnis oder der Dienstleistung wird in der Regel ein französischer Anteil von mindestens zwanzig Prozent verlangt.
Reine Vermittler, Unternehmen mit geringer französischer Wertschöpfung, bestimmte Tätigkeiten im Bereich fossiler Energieträger, selbstständige Berater und einige reine Handelsunternehmen können ausgeschlossen sein.
Tabelle 2. Wichtigste Bedingungen der Assurance Prospection im Jahr 2026
| Merkmal | Bedingung im Jahr 2026 |
|---|---|
| Höchstumsatz des Antragstellers | Weniger als 500 Millionen Euro |
| Mindestdauer der Geschäftstätigkeit | Mindestens ein abgeschlossenes Geschäftsjahr von zwölf Monaten |
| Vermarktungsstand | Das betreffende Erzeugnis oder die betreffende Dienstleistung muss bereits angeboten werden |
| Französischer Mindestanteil | In der Regel mindestens zwanzig Prozent |
| Mindesthöhe des beantragten Haushalts | 30.000 Euro ohne Mehrwertsteuer |
| Üblicher Deckungssatz | Bis zu fünfzig Prozent der förderfähigen Ausgaben |
| Erhöhter Deckungssatz | Bis zu fünfundsechzig Prozent für bestimmte Industrieunternehmen oder Unternehmen im Bereich der ökologischen Umstellung |
| Geografischer Umfang | Bis zu 15 Länder in einem abgesicherten Gebiet |
| Versicherungsprämie | Drei Prozent des abgesicherten Haushalts |
| Erste Zahlung | Fünfzig Prozent der voraussichtlichen Entschädigung abzüglich der Prämie |
| Mindestrückzahlung | In der Regel dreißig Prozent der erhaltenen Entschädigung |
| Höchstrückzahlung | Bis zu hundert Prozent der erhaltenen Entschädigung |
| Mögliche Gesamtlaufzeit | Sieben oder neun Jahre, abhängig von der Dauer der Markterschließung |
Der Satz von fünfzig oder fünfundsechzig Prozent bezeichnet den höchstmöglichen Anteil der anerkannten Ausgaben, der abgesichert werden kann. Es handelt sich nicht um einen garantierten Zuschusssatz. Der bewilligte Betrag kann durch die finanzielle Leistungsfähigkeit des Unternehmens, die Höhe des Eigenkapitals, die Qualität des Vorhabens, den anerkannten Haushalt und die endgültig nachgewiesenen Ausgaben begrenzt werden.
Berechnung der Vorauszahlung
Ein amtliches Rechenbeispiel verdeutlicht den Unterschied zwischen dem abgesicherten Haushalt und dem tatsächlich zu Beginn ausgezahlten Betrag.
Angenommen, für ein Unternehmen wird ein abgesicherter Markterschließungshaushalt von 200.000 Euro genehmigt und ein Deckungssatz von fünfundsechzig Prozent angewandt. Die höchstmögliche rechnerische Entschädigung beträgt dann 130.000 Euro.
Die erste Vorauszahlung entspricht fünfzig Prozent dieses Betrags und beläuft sich somit auf 65.000 Euro. Die Versicherungsprämie beträgt drei Prozent des abgesicherten Haushalts von 200.000 Euro, also 6.000 Euro. Nach Abzug der Prämie ergibt sich eine erste Zahlung von 59.000 Euro.
Das Unternehmen darf diesen Betrag nicht automatisch vollständig behalten. Die endgültige Rückzahlung hängt von den anerkannten Ausgaben und den in den abgesicherten Ländern erzielten Auslandsumsätzen ab.
Markterschließungs- und Rückzahlungszeiträume
Ein Vertrag umfasst normalerweise eine Markterschließungsphase, eine tilgungsfreie Phase und einen Rückzahlungszeitraum.
Bei einer zweijährigen Markterschließung kann die gesamte Vertragslaufzeit sieben Jahre betragen. Sie kann zwei Jahre für die förderfähigen Ausgaben, zwei Jahre ohne Rückzahlung und drei Jahre für die Berechnung und Durchführung der Rückzahlung umfassen.
Bei einer dreijährigen Markterschließung kann sich die Gesamtlaufzeit auf neun Jahre verlängern. Davon können vier Jahre auf die Rückzahlungsphase entfallen.
Obwohl bis zu 15 Länder in ein geografisches Gebiet aufgenommen werden können, wird Unternehmen gewöhnlich empfohlen, ihre Mittel auf eine begrenzte Zahl vorrangiger Märkte zu konzentrieren. Die Aufnahme zahlreicher Länder ohne überzeugende Vertriebsstrategie kann die Erfolgsaussichten des Antrags mindern.

Förderfähige Ausgaben im Rahmen der Assurance Prospection
Zu den förderfähigen Ausgaben können Marktstudien, Geschäftsreisen, Übernachtungen, internationale Fachmessen, Markterkundungsreisen, Rechtsberatung, örtliche Dienstleistungen zur Geschäftsentwicklung, Werbung, die Anpassung der Internetseite, Übersetzungen, Produktanpassungen, der Schutz geistigen Eigentums sowie die Herstellung von Mustern oder Vorführmaterial gehören.
Das Instrument kann außerdem die Einrichtung einer Exportabteilung, die Einstellung und Schulung von Personal für das Auslandsgeschäft, Arbeitgeberbeiträge, ausländische Handelsvertreter und die vorübergehende Anmietung von Geschäftsräumen abdecken.
Der Zusammenhang zwischen jeder einzelnen Ausgabe und der genehmigten Exportkampagne muss belegt werden. Arbeitet ein Beschäftigter nur teilweise an dem internationalen Vorhaben, kann nur der entsprechende Anteil seiner Personalkosten anerkannt werden.
Die Ausgaben müssen in der Regel neu sein, während der Vertragslaufzeit bezahlt, ordnungsgemäß in der Buchführung erfasst und durch Rechnungen, Gehaltsunterlagen oder vergleichbare Belege nachgewiesen werden. Kosten, die vor dem förderfähigen Beginn entstanden sind, können abgelehnt werden.
Das Unternehmen muss außerdem jede andere öffentliche Unterstützung angeben, die für dieselben Ausgaben gewährt wurde. Ein regionaler Zuschuss für eine Fachmesse, eine Unterstützung für einen V.I.E.-Einsatz oder eine Förderung für die Einstellung eines Exportverantwortlichen muss abgezogen werden, bevor dieselben Kosten im Rahmen der Assurance Prospection eingereicht werden.
Leistungen von Team France Export für die Markterschließung
Team France Export ist häufig die erste Anlaufstelle für ein KMU, das noch keinen Zielmarkt ausgewählt oder keine vollständige Strategie für das Auslandsgeschäft entwickelt hat.
Der regionale Berater kann die Exportfähigkeit des Unternehmens beurteilen, interne Schwächen erkennen, mehrere Zielmärkte vergleichen und das Unternehmen an die im Ausland tätigen Fachleute von Business France vermitteln. Das Netzwerk hilft außerdem bei der Prüfung, ob ein regionaler Zuschuss, ein Instrument von Bpifrance oder ein europäisches Programm für das Vorhaben geeignet ist.
Diese Beratungsfunktion ist bedeutsam, weil viele KMU internationale Unterstützung zu früh beantragen. Ein Unternehmen kann in Frankreich ein erfolgreiches Produkt anbieten, aber noch keine geeignete Preisgestaltung, Vertriebsstruktur, gesetzlich vorgeschriebenen Unterlagen, mehrsprachigen Verkaufsunterlagen oder internen Zuständigkeiten für das Auslandsgeschäft entwickelt haben.
Die Leistungen von Team France Export tragen dazu bei, die geschäftliche Vorbereitung von der finanziellen Förderung zu unterscheiden. Nicht jedes beratene Unternehmen erhält einen Zuschuss, und eine teilweise finanzierte Dienstleistung bedeutet nicht zwingend eine unmittelbare Geldzahlung an den Antragsteller.
Diagnostic Business International
Der Diagnostic Business International ist eine strukturierte Beratungsleistung von Business France und Bpifrance für Unternehmen, die den Eintritt in einen ausländischen Markt vorbereiten.
Die Leistung umfasst die Auswahl und Prüfung des Marktes, die Vorbereitung des Vertriebsansatzes sowie die Kontaktaufnahme mit möglichen Käufern oder Geschäftspartnern. Die eigentliche Betreuung dauert gewöhnlich etwa vier Monate innerhalb eines Vertragszeitraums von sechs Monaten.
Im Jahr 2026 war die Leistung für 51 Märkte verfügbar. Der Preis nach teilweiser Finanzierung betrug für ein KMU etwa 4.000 Euro ohne Mehrwertsteuer. Für ein mittelgroßes Unternehmen belief er sich auf ungefähr 7.650 Euro ohne Mehrwertsteuer.
Das Angebot richtete sich im Allgemeinen an Unternehmen mit einem Umsatz von mindestens 1,5 Millionen Euro. Reine Handelsgesellschaften und Unternehmen, die lediglich Beschaffungsmöglichkeiten suchten, konnten ausgeschlossen sein.
Das Unternehmen erhält somit eine Dienstleistung zu einem ermäßigten Preis und keinen Zuschuss in Höhe des gesamten tatsächlichen Wertes der Leistung.
Das V.I.E. als Instrument für die internationale Präsenz
Das Volontariat International en Entreprise ermöglicht einem französischen Unternehmen, einer jungen Fachkraft eine kaufmännische, technische, wissenschaftliche oder verwaltungsbezogene Aufgabe in einem ausländischen Staat zu übertragen.
Business France verwaltet die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen, darunter den Status des Teilnehmers, die monatliche Vergütung, den Sozialschutz und die vertraglichen Formalitäten.
Teilnehmer müssen bei ihrer Anmeldung in der Regel zwischen 18 und 28 Jahre alt sein und die französische Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Staates des Europäischen Wirtschaftsraums besitzen. Ein Einsatz kann zwischen sechs und 24 Monaten dauern und innerhalb dieser Höchstdauer einmal verlängert werden.
Das Programm steht jungen Unternehmen, KMU, mittelgroßen Unternehmen und Großunternehmen offen. Mögliche Aufgaben sind die Suche nach Vertriebspartnern, die Entwicklung des Absatzes, die Betreuung eines ausländischen Kunden, die Begleitung eines örtlichen Industrievorhabens, der Aufbau von Partnerschaften oder die Vorbereitung der Gründung einer Tochtergesellschaft.
Das V.I.E.-Programm stellt jedoch keine kostenlose Arbeitskraft bereit. Das Unternehmen trägt die Vergütung des Teilnehmers, die Verwaltungskosten, den Sozialschutz, die Reisekosten und weitere mit dem Einsatz verbundene Ausgaben. In bestimmten Ländern können außerdem erhebliche Kosten für Unterkunft und Aufenthalt entstehen.
Ein regionaler Zuschuss kann diese Kosten senken, doch der Fördersatz, der förderfähige Zeitraum und der Höchstbetrag unterscheiden sich deutlich zwischen den Regionen.
Ende 2025 waren rund 11.458 V.I.E.-Teilnehmer in 121 Ländern tätig. Business France verfügte außerdem über einen Bewerberbestand mit mehreren Zehntausend Profilen.
Regionale Zuschüsse für Fachmessen, Markterschließung und V.I.E.
Regionale Programme bieten französischen Unternehmen die größten Aussichten auf einen herkömmlichen, nicht rückzahlbaren Exportzuschuss.
Die Förderung kann die Teilnahme an einer anerkannten internationalen Fachmesse, die Kosten eines ausgestatteten Messestands, Reise- und Übernachtungskosten im Zusammenhang mit einer Geschäftsreise, Treffen mit möglichen Partnern, einen V.I.E.-Einsatz oder eine strukturierte Leistung von Business France zur Markterschließung abdecken.
Einen einheitlichen landesweiten Fördersatz gibt es nicht. Einige Regionen erstatten fünfzig Prozent der förderfähigen Ausgaben, während andere mit festen Fördergutscheinen, begrenzten Pauschalbeträgen oder eigenen Programmpaketen arbeiten.
Tabelle 3. Beispiele regionaler Exportförderung im Jahr 2026
| Region und Programm | Höchstförderung | Förderfähige Maßnahmen | Wichtige Bedingungen |
|---|---|---|---|
| Auvergne-Rhône-Alpes, Stärkung der internationalen Geschäftstätigkeit | Fünfzig Prozent der förderfähigen Ausgaben, höchstens 6.000 Euro | Strukturierte Markterschließung über Team France Export | Vor allem für regionale Industrie-KMU und industrielle Dienstleister |
| Auvergne-Rhône-Alpes, V.I.E.-Förderung | Fünfzig Prozent der förderfähigen Ausgaben, höchstens 20.000 Euro | Vergütung, Verwaltung und Sozialschutz für einen Ersteinsatz von mindestens zwölf Monaten | Regionale Bedingungen gelten, die Förderung wird nicht automatisch gewährt |
| Grand Est, Fachmessen und internationale Markterschließung | Fünfzig Prozent der anerkannten Ausgaben, höchstens 6.000 Euro | Internationale Fachmessen, Markterkundungsreisen außerhalb Europas und Treffen mit Käufern | Das Vorhaben muss den regionalen Schwerpunkten entsprechen |
| Grand Est, Messeteilnahme | Innerhalb der allgemeinen Förderobergrenze | Ausgestatteter Messestand, normalerweise innerhalb einer festgelegten Flächenbegrenzung | Die Veranstaltung muss im Regionalprogramm als förderfähig anerkannt sein |
| Grand Est, Reise zur Suche nach Geschäftspartnern | Innerhalb der allgemeinen Förderobergrenze | Organisation der Reise, Fahrtkosten und Unterkunft | Der Antrag muss vor Beginn der Reise eingereicht werden |
Im Juli 2026 erhöhte die Region Auvergne-Rhône-Alpes den Höchstbetrag ihrer V.I.E.-Förderung von 15.000 auf 20.000 Euro. Der Fördersatz blieb bei fünfzig Prozent. Gleichzeitig wurde eine frühere Einschränkung aufgehoben, nach der nur Unternehmen gefördert wurden, die das V.I.E.-Programm erstmals oder nach einer längeren Unterbrechung nutzten.
Diese Änderung verdeutlicht, weshalb regionale Fördermöglichkeiten unmittelbar vor der Antragstellung erneut geprüft werden müssen. Ein in einem älteren Leitfaden genannter Satz kann bereits überholt sein, und ein Programm kann geschlossen werden, sobald die jährlichen Mittel ausgeschöpft sind.
Das Unternehmen sollte außerdem prüfen, ob die Förderung auf bestimmte Wirtschaftszweige, Zielstaaten, Unternehmensgrößen, bisherige Ausfuhrerfahrung oder regionale Betreuungsprogramme beschränkt ist.
Staatliche Garantien für Ausfuhrverträge
Wenn ein KMU von der Markterschließung zur Durchführung eines Vertrags übergeht, kann ein neuer Finanzierungsbedarf entstehen. Der ausländische Kunde kann Bankgarantien verlangen, während das exportierende Unternehmen Werkstoffe einkaufen, Anlagen herstellen und Beschäftigte bezahlen muss, bevor die Schlusszahlung eingeht.
Bpifrance Assurance Export verwaltet mehrere staatlich abgesicherte Instrumente für diese Phase.
Assurance Caution Export
Internationale Käufer verlangen häufig Garantien für die Teilnahme an einer Ausschreibung, die Rückzahlung einer Anzahlung, die ordnungsgemäße Vertragserfüllung oder die Freigabe eines Sicherheitseinbehalts.
Das exportierende Unternehmen bittet eine Bank oder ein anderes Finanzinstitut, eine solche Garantie auszustellen. Das Institut kann zögern, wenn der Garantiebetrag im Verhältnis zur Bilanz des Unternehmens hoch ist.
Die Assurance Caution Export deckt einen Teil des Risikos des Finanzinstituts ab. Für Unternehmen mit einem Umsatz von weniger als 300 Millionen Euro kann die staatlich gestützte Deckung bis zu achtzig Prozent betragen.
Dies bedeutet nicht, dass das exportierende Unternehmen achtzig Prozent des Vertragswerts erhält. Die Absicherung schützt die Bank gegen einen Teil ihres möglichen Verlustes und kann dem Unternehmen dadurch den Zugang zur verlangten Garantie erleichtern.
Assurance Préfinancement Export
Ein Unternehmen, das einen Ausfuhrvertrag abgeschlossen hat, benötigt möglicherweise finanzielle Mittel, bevor der ausländische Käufer seine Zahlung leistet.
Eine beteiligte Bank kann ein Vorfinanzierungsdarlehen für Produktion, Werkstoffe, Gehälter und andere Vertragskosten bereitstellen. Bei Unternehmen mit einem Umsatz von weniger als 300 Millionen Euro kann die staatliche Garantie bis zu achtzig Prozent des Bankrisikos abdecken.
Der Mindestbetrag des Darlehens liegt in der Regel über 50.000 Euro. Der betreffende Vertrag muss gewöhnlich einen französischen Anteil von mindestens zwanzig Prozent aufweisen. Die Laufzeit des Darlehens darf normalerweise nicht länger sein als der Zeitraum der Vertragserfüllung.
Das exportierende Unternehmen muss das Bankdarlehen vollständig zurückzahlen. Die Förderung erleichtert den Zugang zu Krediten, verwandelt das Darlehen jedoch nicht in einen Zuschuss.
Exportkreditversicherung
Bei größeren Verträgen kann ein französischer Lieferant dem ausländischen Käufer eine Zahlung über mehrere Jahre ermöglichen. Die Finanzierung kann dann als Käuferkredit durch eine Bank ausgestaltet werden.
Eine staatliche Exportkreditversicherung kann den Kreditgeber gegen geschäftliche Zahlungsunfähigkeit, politische Instabilität, Beschränkungen des Geldtransfers, außergewöhnliche Schadensereignisse und weitere versicherte Risiken schützen.
Je nach Vertrag und Unternehmen kann die Deckung fünfundneunzig Prozent oder bei bestimmten Gestaltungen hundert Prozent des abgesicherten Kreditrisikos erreichen. Auch hierbei handelt es sich nicht um einen Zuschusssatz, sondern um den höchstmöglichen Anteil eines genau bestimmten Kreditrisikos, der versichert werden kann.
Tabelle 4. Aktuelle Kennzahlen zur Exportförderung und zum französischen Außenhandel
| Kennzahl | Zeitraum | Veröffentlichter Wert |
|---|---|---|
| Tätigkeit der Assurance Prospection | 2023 | 212 Millionen Euro für 1.244 Unternehmen |
| Tätigkeit der Assurance Prospection | 2024 | 246 Millionen Euro für 1.039 Unternehmen |
| Garantien für Bürgschaften und Exportvorfinanzierungen | 2024 | 1,407 Milliarden Euro für 401 Unternehmen |
| Exportkreditversicherung | 2024 | 18,956 Milliarden Euro für 119 Unternehmen |
| Internationale Leistungen von Bpifrance und Business France | 2024 | 4.244 begleitete Unternehmen |
| Von Business France und Team France Export begleitete Unternehmen | 2025 | Rund 11.120 KMU und mittelgroße Unternehmen nach einem amtlichen Erfassungsumfang |
| Zusätzlicher Umsatz der begleiteten Unternehmen | 2025 | 2,55 Milliarden Euro |
| Geschaffene oder geplante Arbeitsplätze | 2025 | 25.386 |
| Aktive V.I.E.-Teilnehmer | Dezember 2025 | 11.458 in 121 Ländern |
| In Frankreich ansässige Warenausführer | 2025 | Rund 124.200 |
| Gesamtzahl der Warenausführer einschließlich nicht ansässiger Unternehmen | 2025 | Rund 154.300 |
| Französische Warenausfuhren nach der Zollstatistik | 2025 | 604,8 Milliarden Euro |
| Anteil von KMU und Kleinstunternehmen an der Zahl der Ausführer | 2025 | Rund fünfundneunzig bis sechsundneunzig Prozent |
| Anteil von KMU und Kleinstunternehmen am Ausfuhrwert | 2025 | Rund elf Prozent |
Die amtlichen Zahlen zeigen, dass das Volumen der Assurance Prospection von 212 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 246 Millionen Euro im Jahr 2024 gestiegen ist, obwohl die Zahl der beteiligten Unternehmen zurückging. Dies könnte auf ein höheres durchschnittliches Volumen der einzelnen Vorgänge hindeuten. Die verfügbaren Daten erklären jedoch nicht, wodurch diese Entwicklung verursacht wurde.
Die Garantien für Bürgschaften und Vorfinanzierungen erreichten im Jahr 2024 rund 1,407 Milliarden Euro. Dies zeigt, wie wichtig die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit und der Vertragserfüllung wird, sobald ein Unternehmen die erste Markterschließungsphase abgeschlossen hat.
Auch die französische Zollstatistik weist auf ein strukturelles Ungleichgewicht hin. KMU und Kleinstunternehmen stellen zahlenmäßig fast alle exportierenden Unternehmen, erwirtschaften jedoch nur rund elf Prozent des Gesamtwerts der Warenausfuhren.
Im Jahr 2025 stieg die Zahl der exportierenden KMU und Kleinstunternehmen, während der Wert ihrer Ausfuhren im Wesentlichen unverändert blieb oder geringfügig zurückging. Dies erklärt teilweise, weshalb die öffentliche Förderung weiterhin auf größere Exportmengen, eine breitere Marktstreuung und eine dauerhafte internationale Präsenz ausgerichtet ist.
In amtlichen Veröffentlichungen von Business France werden für die im Jahr 2025 begleiteten Unternehmen leicht voneinander abweichende Werte genannt, darunter etwa 11.120 und 11.310 Unternehmen. Diese Zahlen dürfen nicht zusammengerechnet werden, da sie offenbar auf unterschiedlichen Leistungsbereichen oder Erhebungsverfahren beruhen.

France 2030 Export
France 2030 Export ist ein besonderes Programm zur internationalen Entwicklung für Unternehmen, die bereits im Rahmen von France 2030 ausgewählt wurden.
Es darf nicht als allgemeine Förderung dargestellt werden, die allen französischen KMU offensteht.
Bis April 2026 waren etwa 875 Unternehmen begleitet worden. Das Ziel für das Jahresende lag bei 1.000 Unternehmen. Bestimmte förderfähige Maßnahmen zur internationalen Entwicklung konnten mit bis zu fünfzig Prozent der anerkannten Ausgaben unterstützt werden. Der mögliche Höchstbetrag lag bei 50.000 Euro je Unternehmen.
Im Rahmen der Initiative waren außerdem rund 120 V.I.E.-Einsätze begonnen worden.
Der Höchstbetrag von 50.000 Euro wird nicht automatisch gewährt. Die tatsächliche Förderung hängt von der Anerkennung des Unternehmens im Rahmen von France 2030, den vorgeschlagenen Auslandsmaßnahmen, dem förderfähigen Haushalt und den noch verfügbaren Programmmitteln ab.
Haushaltsansätze sind keine Zuschusshaushalte
Der französische Staatshaushalt für das Jahr 2026 enthielt rund 68,6 Millionen Euro an Mitteln im Zusammenhang mit erwarteten Fehlbeträgen der staatlichen Exportversicherungssysteme.
Davon entfielen etwa 61,6 Millionen Euro auf die Assurance Prospection, 6 Millionen Euro auf Exportbürgschaften und Vorfinanzierungen sowie 1 Million Euro auf die Absicherung von Wechselkursrisiken.
Diese Beträge dürfen nicht als Zuschusshaushalte verstanden werden, die Unternehmen unmittelbar beantragen können. Es handelt sich um öffentliche Haushaltsmittel, mit denen Versicherungssysteme ausgeglichen werden, wenn Prämien, Rückzahlungen und sonstige Einnahmen nicht ausreichen, um erwartete Entschädigungen und Ausgaben zu decken.
Diese Unterscheidung ist wichtig, weil staatliche Haushaltsunterlagen häufig die Kosten eines Garantiesystems für den Staat und nicht das gesamte Finanzierungsvolumen ausweisen, das exportierenden Unternehmen zugänglich gemacht wird.
Verbindung mehrerer Exportförderinstrumente
Ein gut vorbereitetes KMU kann mehrere Instrumente in verschiedenen Phasen derselben Auslandsstrategie einsetzen.
Ein Unternehmen kann beispielsweise mit dem Diagnostic Business International die Eignung eines Marktes prüfen, einen regionalen Zuschuss für eine Fachmesse erhalten, einen V.I.E. zur Entwicklung örtlicher Geschäftskontakte einsetzen, weitere Markterschließungskosten über die Assurance Prospection absichern und später ein staatlich garantiertes Bankdarlehen für die Erfüllung des ersten größeren Vertrags aufnehmen.
Eine solche Verbindung ist nur möglich, wenn die Vorschriften über staatliche Beihilfen und das Verbot der Doppelfinanzierung eingehalten werden.
Dieselbe Rechnung kann normalerweise nicht zweimal erstattet werden. Regionale Fördermittel für eine Fachmesse, einen V.I.E.-Einsatz oder eine externe Beratungsleistung müssen bei der Ermittlung der förderfähigen Ausgaben der Assurance Prospection angegeben werden.
Bestimmte regionale Zuschüsse können unter die europäische De-minimis-Regelung fallen. Nach der im Jahr 2026 geltenden allgemeinen Regel darf ein einziges Unternehmen innerhalb eines gleitenden Zeitraums von drei Jahren De-minimis-Beihilfen von bis zu 300.000 Euro erhalten. Nicht jedes Instrument der Exportförderung ist jedoch automatisch als De-minimis-Beihilfe eingestuft. Deshalb muss die Rechtsgrundlage jeder Maßnahme gesondert geprüft werden.
Praktische Antragsstrategie für französische KMU
Vor der Antragstellung sollte ein Unternehmen sechs Schritte durchführen:
-
Eine begrenzte Zahl vorrangiger Länder festlegen und erläutern, weshalb das Erzeugnis in jedem dieser Märkte auf eine tatsächliche Nachfrage trifft.
-
Kosten der Markterschließung von Produktionskosten, Betriebsmittelbedarf und vertraglichen Sicherheiten trennen.
-
Den regionalen Berater von Team France Export kontaktieren, bevor Verträge unterschrieben oder Fachmessen und Geschäftsreisen bezahlt werden.
-
Prüfen, ob die Region für dieselben Ausgaben, die in der Assurance Prospection vorgesehen sind, einen Zuschuss anbietet.
-
Nachweise über die französische Wertschöpfung, die bisherige Geschäftstätigkeit, die finanzielle Leistungsfähigkeit und die internen Mittel für das Auslandsgeschäft vorbereiten.
-
Ein Verfahren zur Kostenüberwachung einrichten, in dem jede Rechnung, jeder Personalaufwand und jede öffentliche Finanzierungsquelle eindeutig erfasst werden.
Der beste Antrag ist nicht zwangsläufig derjenige mit dem größten Haushalt. Die Prüfer beurteilen, ob der Zielmarkt nachvollziehbar ausgewählt wurde, das Unternehmen über ausreichende Leitungsfähigkeiten verfügt, der geplante Vertriebsweg glaubwürdig ist und genügend eigene Mittel vorhanden sind, um das Vorhaben nach dem Ende der öffentlichen Förderung fortzuführen.
Abschließende Bewertung
Frankreich bietet KMU ein breites und ausgereiftes System der Exportförderung. Die verfügbaren Instrumente erfüllen jedoch unterschiedliche Aufgaben.
Die Assurance Prospection hilft Unternehmen, einen Teil des Risikos bei der Erschließung neuer Märkte zu begrenzen, auch wenn ein Teil der Vorauszahlung zurückgezahlt werden muss. Team France Export und Business France bieten Prüfungen, kaufmännische Leistungen, Kontakte im Ausland und die Durchführung internationaler Programme an. Das V.I.E.-Programm schafft einen geordneten rechtlichen Rahmen für den Einsatz einer jungen Fachkraft im Ausland, doch das Unternehmen trägt weiterhin die Kosten der Aufgabe.
Die Regionen stellen einige der unmittelbarsten nicht rückzahlbaren Förderungen bereit, insbesondere für Fachmessen, Markterkundungsreisen und V.I.E.-Einsätze. Ihre Verfügbarkeit hängt jedoch von der Region, den örtlichen Schwerpunkten und den jährlichen Haushaltsmitteln ab.
Staatliche Garantien werden besonders wichtig, sobald ein Unternehmen einen Ausfuhrvertrag abgeschlossen hat. Sie können den Zugang zu Bankbürgschaften und Produktionsfinanzierungen erleichtern und Schutz gegen einen Zahlungsausfall des ausländischen Käufers bieten.
Für ein französisches KMU besteht die wirksamste Vorgehensweise daher nicht darin, nach einem einzigen Exportzuschuss zu suchen. Stattdessen sollte es einen abgestimmten Finanzierungsweg entwickeln, bei dem Beratungsleistungen, regionale Zuschüsse, Versicherungsinstrumente, Personal für die Auslandstätigkeit und Bankgarantien zum jeweils richtigen Zeitpunkt und für klar voneinander getrennte Ausgaben eingesetzt werden.
