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Förderung der digitalen Transformation und Cybersicherheit für französische KMU im Jahr 2026: France Num, Cyber PME, regionale Hilfen und EFRE-Finanzierung

📅 August 5, 2026


Französische kleine und mittlere Unternehmen, die Unterstützung für ihre digitale Umstellung oder ihre Cybersicherheit suchen, stoßen häufig auf France Num, Cyber PME, regionale Digitalgutscheine, Darlehen von Bpifrance und Programme des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Diese Instrumente bilden jedoch keinen einheitlichen staatlichen Zuschuss.

Frankreich bietet im Jahr 2026 keine allgemeine Förderung, die allen KMU automatisch Ausgaben für Internetseiten, netzgestützte Rechen- und Speicherdienste, Sicherheitsprogramme, automatisierte Anlagen oder elektronischen Handel erstattet. Der Zugang zu unmittelbarer finanzieller Unterstützung hängt gewöhnlich von der Region, der Gemeinde oder dem Gemeindeverband, dem Wirtschaftszweig, der Unternehmensgröße, dem Ort der Projektdurchführung und der Art der geplanten Ausgaben ab.

France Num stellt vor allem Informationen, Prüfungen, Lernmaterialien und Kontakte zu Fachberatern bereit. Cyber PME zeigte, wie der französische Staat eine Prüfung der Cybersicherheit mit Investitionshilfen verbinden kann. Die frühere Antragsrunde ist jedoch nicht mehr geöffnet. Regionen und örtliche Gebietskörperschaften stellen weiterhin einige der wichtigsten unmittelbaren Förderungen bereit. Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung erreichen Unternehmen hingegen über regionale Programme und nicht über ein landesweit einheitliches Antragsformular.

Französische KMU müssen daher zwischen kostenloser Beratung, teilweise finanzierten Prüfungen, unmittelbaren Investitionszuschüssen, regionalen Gutscheinen, Darlehen, Garantien, europäischer Mitfinanzierung und der gewöhnlichen steuerlichen Behandlung von Ausgaben unterscheiden.

Frankreich verfügt nicht über einen einheitlichen Digitalzuschuss

Das französische Fördersystem für die digitale Umstellung deckt unterschiedliche Bedürfnisse ab.

Ein Unternehmen, das seine digitalen Schwächen noch nicht kennt, kann mit einer kostenlosen Selbsteinschätzung oder Beratung beginnen. Ein KMU, das eine umfassendere Umstellung plant, benötigt möglicherweise eine fachliche Prüfung, einen regionalen Investitionszuschuss oder ein Darlehen. Ein Unternehmen mit erhöhtem Risiko durch digitale Angriffe kann eine Sicherheitsprüfung, Eindringtests, Datensicherungssysteme, Zugangskontrollen und einen Plan für das Vorgehen bei Sicherheitsvorfällen benötigen.

Diese Formen der Unterstützung haben unterschiedliche finanzielle Folgen. Eine kostenlose Prüfung vermittelt Erkenntnisse, stellt aber keinen Investitionshaushalt bereit. Eine teilweise finanzierte Beratungsleistung senkt den vom Unternehmen zu zahlenden Preis, ohne ihm notwendigerweise unmittelbar Geld auszuzahlen. Ein Zuschuss kann einen Teil der anerkannten Ausgaben erstatten. Ein Darlehen muss zurückgezahlt werden. Eine Garantie schützt einen Teil des Bankrisikos, statt das Vorhaben des Unternehmens zu bezahlen.

Tabelle 1. Wichtigste Formen der Unterstützung für digitale Umstellung und Cybersicherheit

Form der Unterstützung Was das Unternehmen erhält Unmittelbare Geldzahlung Rückzahlungspflicht
Kostenlose Selbsteinschätzung Eine erste Bewertung der digitalen Reife oder der Cybersicherheit Nein Nein
Kostenlose Beratung oder Prüfung Eine Untersuchung der Schwächen und vorrangige Empfehlungen Nein Nein
Teilweise finanzierte Fachprüfung Eine fachliche Bewertung zu einem ermäßigten Preis In der Regel nein, da die öffentliche Hand einen Teil des Honorars des Dienstleisters trägt Nein
Unmittelbarer Investitionszuschuss Erstattung eines Teils der genehmigten förderfähigen Ausgaben Ja oder Zahlung über einen anerkannten Dienstleister In der Regel nein, wenn alle Bedingungen eingehalten werden
Regionaler Digitalgutschein Einen festen Beitrag oder einen Anteil an bestimmten digitalen Ausgaben Ja In der Regel nein
Darlehen für die digitale Umstellung Mittel für Anlagen, Programme, Beratung oder Betriebskapital Ja Ja, vollständig
Bankgarantie Öffentliche Absicherung eines Teils des Kreditgeberrisikos Nein Das Unternehmen muss das Bankdarlehen zurückzahlen
EFRE-Mitfinanzierung Einen regionalen Zuschuss, einen Gutschein oder eine verbilligte Dienstleistung Abhängig vom Programm In der Regel nein, wenn die Bedingungen erfüllt werden
Steuerliche oder buchhalterische Behandlung Abzug oder Abschreibung bestimmter betrieblicher Ausgaben Nein Nicht anwendbar

Vor dem Vergleich von Fördersätzen muss ein Unternehmen genau bestimmen, welches Instrument es beantragt. Ein Zuschuss über fünfzig Prozent der förderfähigen Ausgaben unterscheidet sich grundlegend von einer Garantie, die fünfzig Prozent des Risikos einer Bank abdeckt.

Wie France Num französische KMU unterstützt

France Num ist die wichtigste öffentliche Initiative für die digitale Umstellung von Kleinstunternehmen und KMU in Frankreich. Sie wird von der Generaldirektion für Unternehmen koordiniert und vereint Regionen, Industrie- und Handelskammern, Berufsverbände, öffentliche Einrichtungen und Fachleute für digitale Lösungen.

France Num ist kein staatlicher Zuschussfonds. Die Initiative dient vor allem als Zugangspunkt zum gesamten Fördersystem.

Die Plattform hilft Unternehmen, ihren digitalen Bedarf zu bestimmen, Berater zu finden, praktische Leitfäden einzusehen, an Online-Seminaren teilzunehmen, Selbsteinschätzungen durchzuführen und nach staatlichen, regionalen und örtlichen Finanzhilfen zu suchen.

Ende 2025 waren im Umfeld von France Num mehr als 5.000 Fachleute für digitale Umstellung verzeichnet. Dies entsprach einer Zunahme um etwa neunundzwanzig Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Initiative richtet sich an einen möglichen Kreis von rund 2,6 Millionen kleinen Unternehmen.

Die Internetseite von France Num verzeichnete im Jahr 2025 mehr als 2,5 Millionen Besuche, fast zwanzig Prozent mehr als im Jahr 2024. Seit November 2020 hatten mehr als 200.000 einzelne Unternehmen an Maßnahmen im Rahmen der France-Num-Programme teilgenommen.

Diese Ergebnisse zeigen die Reichweite des Netzwerks. Sie entsprechen jedoch nicht der Zahl der Unternehmen, die einen unmittelbaren Investitionszuschuss erhalten haben.

Schulung und Beratung

France Num hat in der Vergangenheit umfangreiche Schulungsprogramme finanziert. Im Jahr 2025 wurden im Rahmen von Formations France Num rund 21.600 Schulungsmaßnahmen durchgeführt. Die Zufriedenheit der Teilnehmer lag bei neunundachtzig Prozent, während sich sechsundvierzig Prozent als sehr zufrieden bezeichneten.

Das besondere Programm Formations France Num endete jedoch am 30. Juni 2025. Es darf nicht als weiterhin allgemein verfügbare Schulungsförderung für 2026 dargestellt werden.

Unternehmen können weiterhin kostenlose Online-Seminare, Leitfäden, regionale Werkstätten, Materialien zum Selbststudium und Veranstaltungen des France-Num-Netzwerks nutzen. Die genaue Verfügbarkeit hängt vom Veranstalter, vom Gebiet und vom jeweiligen Jahresprogramm ab.

France Num hat außerdem damit begonnen, die Überprüfung digitaler Dienstleister zu verbessern. Im Jahr 2025 berichteten siebenunddreißig Prozent der befragten Unternehmensleiter von Schwierigkeiten, einen geeigneten Anbieter zu finden. Im April 2026 wählte die französische Verwaltung einen Betreiber aus, der ein geordneteres Verfahren zur Anerkennung geprüfter Fachanbieter entwickeln soll.

Diese Entwicklung ist wichtig, da die Qualität des Dienstleisters beeinflussen kann, ob eine regionale Behörde ein geplantes Digitalvorhaben anerkennt.

Staatliche Instrumente der Digitalförderung im Jahr 2026

Frankreich bietet mehrere landesweite Instrumente an. Nur einige davon zahlen Unternehmen unmittelbar Geld aus.

Tabelle 2. Wichtigste staatliche Instrumente der Digitalförderung und ihr Stand im Jahr 2026

Instrument Form der Unterstützung Wichtigste Bedingungen oder Beträge Stand im Jahr 2026
France Num Informationen, Berater, Online-Seminare, Werkzeuge und Suche nach Finanzhilfen Die meisten Informationen und grundlegenden Angebote sind kostenlos Verfügbar
Cyberdépart Kostenlose erste Prüfung der Cybersicherheit Fachliche Bewertung und sechs vorrangige Empfehlungen Verfügbar
Cyber PME Prüfung der Cybersicherheit und Investitionszuschuss Prüfung im Wert von 8.800 Euro ohne Mehrwertsteuer, zuvor zu fünfzig Prozent finanziert; Investitionshilfe von 30.000 bis 80.000 Euro Frühere Antragsrunde geschlossen
Diagnostic Data IA Teilweise finanzierte Fachberatung Gesamtkosten von 13.000 Euro ohne Mehrwertsteuer, die Hälfte wird von Bpifrance getragen Verfügbar
Prêt Boost Transformation numérique Darlehen für die digitale Umstellung 5.000 bis 75.000 Euro, Rückzahlung über drei bis fünf Jahre Über Bpifrance verfügbar
Prêt Boost Facturation électronique Darlehen zur Vorbereitung auf die elektronische Rechnungsstellung 5.000 bis 75.000 Euro, Rückzahlung über drei bis fünf Jahre Verfügbar
Garantie Développement Garantie für Bankfinanzierungen Bpifrance kann fünfzig Prozent des festgelegten Bankrisikos abdecken Verfügbar
Selbsteinschätzungen von France Num und Bpifrance Kostenlose Werkzeuge zur Bewertung der digitalen Reife Digitale Reife, Daten, künstliche Intelligenz und Sichtbarkeit im Internet Verfügbar

Prêt Boost Transformation numérique

Das Prêt Boost Transformation numérique richtet sich an Unternehmen mit 2 bis 49 Beschäftigten, die normalerweise seit mehr als drei Jahren tätig sind.

Es kann digitale Anlagen, Anwendungsprogramme, technische Unterstützung, fachliche Beratung, Schulungen, organisatorische Veränderungen und zusätzliches Betriebskapital im Zusammenhang mit dem Digitalvorhaben finanzieren.

Das Darlehen beträgt zwischen 5.000 und 75.000 Euro. Die Rückzahlungsdauer liegt zwischen drei und fünf Jahren. Der Beginn der Tilgung kann um etwa 9 bis 12 Monate verschoben werden. Eine persönliche Bürgschaft des Unternehmensleiters wird normalerweise nicht verlangt.

Finanzierbar sind unter anderem elektronischer Handel, Systeme zur Kundenverwaltung, elektronische Dokumentenverwaltung, Automatisierung der Produktion, Cybersicherheit, Datensicherung, Datenverarbeitung, künstliche Intelligenz und die Vorbereitung auf die elektronische Rechnungsstellung.

Es handelt sich um ein Darlehen und nicht um einen Zuschuss. Das Unternehmen muss den aufgenommenen Betrag und die vereinbarten Zinsen nach Maßgabe des Finanzierungsvertrags zurückzahlen.

Unterstützung bei der elektronischen Rechnungsstellung

Ab dem 1. September 2026 müssen alle französischen Unternehmen technisch in der Lage sein, elektronische Rechnungen zu empfangen.

Die Pflicht zur Ausstellung elektronischer Rechnungen beginnt für Kleinstunternehmen und KMU am 1. September 2027. Unternehmen müssen daher ihre Buchhaltungssysteme, Rechnungsprogramme, Datenformate und internen Abläufe rechtzeitig anpassen.

Das Prêt Boost Facturation électronique kann zur Finanzierung dieser Umstellung beitragen. Es hebt die Rückzahlungspflicht nicht auf und darf nicht als vollständige Erstattung der Anpassungskosten dargestellt werden.

Diagnostic Data IA

Der Diagnostic Data IA unterstützt KMU und mittelgroße Unternehmen, die ein konkretes Vorhaben im Bereich Daten oder künstliche Intelligenz entwickeln möchten.

Die Leistung kostet 13.000 Euro ohne Mehrwertsteuer. Bpifrance übernimmt die Hälfte, während das Unternehmen den verbleibenden Betrag zahlt.

Die Prüfung kann die verfügbaren Daten, die technische Struktur, geschäftliche Möglichkeiten, interne Fähigkeiten und die erwartete Wirtschaftlichkeit des Vorhabens untersuchen. Das Unternehmen erhält somit eine verbilligte Fachleistung und keinen unmittelbaren Investitionszuschuss.

Cyber PME: Ergebnisse und Verfügbarkeit im Jahr 2026

Cyber PME wurde im Rahmen von France 2030 mit einem Gesamtvolumen von 12,5 Millionen Euro eingeführt. Es war eine der bedeutendsten jüngeren französischen Maßnahmen, die eine Prüfung der Cybersicherheit mit finanzieller Unterstützung für die Umsetzung verband.

Das Programm bestand aus zwei Stufen.

Die erste Stufe umfasste eine acht Tage dauernde fachliche Prüfung der Cybersicherheit, die über einen Zeitraum von etwa drei bis fünf Monaten durchgeführt wurde. Die Gesamtkosten betrugen 8.800 Euro ohne Mehrwertsteuer. Die öffentliche Förderung übernahm fünfzig Prozent, während das teilnehmende Unternehmen 4.400 Euro zahlte.

Die zweite Stufe unterstützte die Umsetzung des Sicherheitsplans über einen Zeitraum von etwa 12 bis 18 Monaten. Der Investitionszuschuss konnte zwischen 30.000 und 80.000 Euro betragen und bis zu siebzig Prozent der anerkannten Ausgaben abdecken.

Förderfähige Maßnahmen konnten den Schutz von Informationssystemen, die Zugangskontrolle, die Netzwerksicherheit, die Datensicherung, die Behandlung von Sicherheitsvorfällen, die Vorbereitung auf gesetzliche Anforderungen und technische Verbesserungen umfassen, die während der Prüfung empfohlen worden waren.

Im Jahr 2025 führte Bpifrance im Rahmen von Cyber PME mehr als 320 Prüfungen der Cybersicherheit durch. Rund 80 davon betrafen Unternehmen der Verteidigungswirtschaft, die von der französischen Generaldirektion für Rüstung unterstützt wurden.

Dabei handelt es sich um bereits erzielte Ergebnisse und nicht um die Zahl der im Jahr 2026 verfügbaren Plätze.

Die Antragsfrist für die frühere Investitionsstufe endete am 26. November 2025. Im Jahr 2026 ist das Angebot von Bpifrance als nicht verfügbar gekennzeichnet. Cyber PME muss daher als kürzlich abgeschlossenes oder ausgesetztes Programm und nicht als offene staatliche Förderung dargestellt werden.

Unternehmen sollten prüfen, ob eine neue Antragsrunde, ein Nachfolgeinstrument oder eine branchenspezifische Fassung eingeführt wurde, bevor sie einen Antrag vorbereiten.

Kostenlose Prüfungen und öffentliche Dienste für Cybersicherheit

Französische KMU können im Jahr 2026 weiterhin mehrere kostenlose Werkzeuge zur Cybersicherheit nutzen.

Cyberdépart wird über das öffentliche Angebot MesServicesCyber bereitgestellt und ermöglicht Unternehmen, Vereinen und anderen Organisationen eine erste Prüfung. Es richtet sich gewöhnlich an Einrichtungen mit mindestens zwei Beschäftigten und einem grundlegenden Informationssystem.

Die Bewertung kann online oder gemeinsam mit einem geschulten Berater durchgeführt werden. Die Organisation erhält sechs vorrangige Empfehlungen und kann nach sechs Monaten eine erneute Prüfung vornehmen.

MesServicesCyber bietet außerdem einen kurzen anonymen Reifegradtest, Empfehlungen der ANSSI, Informationen zu öffentlichen Finanzierungsmöglichkeiten, Materialien zur Vorbereitung auf NIS2 und Kontakte zu Hilfsstellen bei Sicherheitsvorfällen.

Diese Angebote helfen einer Organisation, ihre Schwächen zu erkennen. Sie finanzieren jedoch keine Schutzsysteme für Netzwerke, Datensicherungsanlagen, Sicherheitsprogramme, Zugangskontrollen oder Eindringtests.

Cybermalveillance.gouv.fr und der Dienst 17Cyber unterstützen Betroffene nach digitalen Sicherheitsvorfällen. Im Jahr 2025 nutzten mehr als 500.000 Betroffene diese Online-Hilfen. Die Anfragen von Unternehmen, Vereinen und anderen beruflichen Nutzern stiegen gegenüber 2024 um dreiundsechzig Prozent.

Förderfähige Ausgaben für die digitale Umstellung

Die Definition der förderfähigen Ausgaben unterscheidet sich deutlich zwischen den Programmen. Eine regionale Maßnahme für den örtlichen Einzelhandel kann andere Ausgaben finanzieren als ein Programm für die digitale Umstellung industrieller Unternehmen.

Zu den häufig unterstützten Investitionen gehören:

  • Internetläden und elektronische Zahlungssysteme;

  • Programme zur Kundenverwaltung und Unternehmenssteuerung;

  • elektronische Dokumentenverwaltung und Rechnungssysteme;

  • netzgestützte Speicher- und Rechendienste, Datenverarbeitung und die Verbindung verschiedener Systeme;

  • Automatisierung der Produktion, Robotik, Sensoren und vernetzte Anlagen;

  • künstliche Intelligenz, Fachberatung und mit der Investition verbundene Schulungen der Beschäftigten.

Einige regionale Programme können auch Geräte finanzieren, wenn diese einen wesentlichen Bestandteil eines umfassenderen Umstellungsvorhabens bilden. Der bloße Austausch von Rechnern oder Telefonen kann ausgeschlossen sein, wenn dadurch keine messbare Veränderung der Betriebsabläufe entsteht.

Laufende Nutzungsentgelte werden von den Programmen unterschiedlich behandelt. Einige Maßnahmen erkennen die anfänglichen Einrichtungskosten an, schließen jedoch monatlich oder jährlich wiederkehrende Zahlungen aus.

Förderfähige Ausgaben für Cybersicherheit

Die Förderung der Cybersicherheit kann technische, organisatorische und gesetzliche Verbesserungen umfassen.

Zu den häufig anerkannten Ausgaben gehören:

  • Sicherheitsprüfungen und Untersuchungen der Struktur des Informationssystems;

  • Eindringtests für Netzwerke, Internetseiten und Anwendungen;

  • Netzwerkschutz, Systeme zur Erkennung von Angriffen und Werkzeuge zur Zugangsverwaltung;

  • sichere Systeme zur Datensicherung und Wiederherstellung;

  • Schwachstellenprüfungen, Aktualisierungen und technische Absicherung;

  • Sicherheitsrichtlinien, Notfallpläne und Verfahren zur Reaktion auf Vorfälle.

Ein Programm kann gewöhnliche Betriebsausgaben, eigenständige Schulungen, regelmäßige Nutzungsentgelte für Programme oder Kosten ausschließen, die vor der Antragstellung entstanden sind.

Einige regionale Maßnahmen erkennen wiederkehrende Nutzungsentgelte beispielsweise nur an, wenn sie untrennbar mit einer neu erworbenen und förderfähigen Sicherheitslösung verbunden sind.

Das Unternehmen sollte sich die Förderfähigkeit schriftlich bestätigen lassen, bevor es einen Vertrag mit einem Dienstleister abschließt.

Regionale und örtliche Digitalzuschüsse

Regionen und örtliche Gebietskörperschaften stellen einige der praktisch wichtigsten unmittelbaren Finanzhilfen für KMU bereit.

Die Bedingungen sind stark vom jeweiligen Gebiet abhängig. Ein Unternehmen in Centre-Val de Loire kann Zugang zu einem anderen Programm haben als ein vergleichbares Unternehmen in Grand Est, Hauts-de-France, Guadeloupe oder Île-de-France.

Auch Gemeinden und Gemeindeverbände können kleine Digitalgutscheine für örtliche Geschäfte, Handwerksbetriebe und Dienstleistungsunternehmen anbieten.

Tabelle 3. Beispiele regionaler und örtlicher Digitalförderung im Jahr 2026

Gebiet und Programm Form und Höchstförderung Wichtigste förderfähige Maßnahmen Wichtige Einschränkungen
Centre-Val de Loire, CAP’TN Beratung Bis zu fünfzig Prozent, von 3.000 bis 20.000 Euro Externe Beratung zur digitalen Umstellung und zu digitalen Sicherheitsrisiken Regionale Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten und förderfähiger Tätigkeit
Centre-Val de Loire, CAP’TN Investitionen Bis zu dreißig Prozent, von 10.000 bis 200.000 Euro Künstliche Intelligenz, Datenschutz, Robotik, vernetzte Systeme und fortgeschrittene digitale Technik Eine aktuelle öffentlich unterstützte Prüfung kann verlangt werden
Île-de-France, Pack IA Die Region übernimmt fünfzig Prozent Prüfung, fachliche Begleitung, gesicherte technische Umgebung und Vorbereitung der Investition Begrenzte Kapazität und Auswahlkriterien
Île-de-France, CYBIAH Die Unterstützung kann bei bestimmten Leistungen die vollständigen Kosten abdecken Prüfung, Schulung, Maßnahmenplan und Unterstützung bei der Umsetzung Der Umfang hängt vom festgestellten Bedarf und der Genehmigung ab
Digitalhilfe des Gemeindeverbands Val de l’Oise 1.000 Euro für Investitionen zwischen 1.500 und 10.000 Euro; zehn Prozent für größere Vorhaben bis 30.000 Euro Internetläden, vernetzte Kassensysteme und Schulungen zur Nutzung von Programmen Umsatz unter 2 Millionen Euro und mindestens ein abgeschlossenes Geschäftsjahr
Hauts-de-France, Pass Cyber Conseil Fünfzig Prozent, höchstens 10.000 Euro je Leistung Netzwerkprüfung, Untersuchung der Systemstruktur, Eindringtests und Sicherheitsrichtlinien Die gesamte öffentliche Förderung kann auf achtzig Prozent begrenzt sein
Grand Est, Diagnostic cybersécurité Bis zu fünfzig Prozent, höchstens 5.000 Euro Zehntägige Fachprüfung mit Gesamtkosten von 10.000 Euro Verfügbar für KMU und bestimmte mittelgroße Unternehmen
Région Sud, Mon bouclier cyber expert 2.000 bis 5.000 Euro, höchstens fünfzig Prozent Netzwerke, Anwendungen, Internetseiten, Vorbereitung auf NIS2, Datenschutz und Sicherheitsanlagen Mindestvolumen von 4.000 Euro; laufende Nutzungsentgelte ausgeschlossen
Guadeloupe, Chèque TIC Bis zu 10.000 Euro und bis zu achtzig Prozent Internetseiten, elektronischer Handel, Geräte, Programme, Prüfungen, Datensicherung und Virenschutz Das Unternehmen muss normalerweise seit mindestens einem Jahr tätig sein; EFRE-Mitfinanzierung

Die Tabelle zeigt, weshalb landesweite Übersichten irreführend sein können. Ein Höchstsatz von achtzig Prozent in einer Region bedeutet nicht, dass dieselbe Förderung überall in Frankreich verfügbar ist.

Regionale Programme können auf Industrieunternehmen, örtliche Einzelhändler, Tourismusbetriebe, Unternehmen mit einer bestimmten Mindestdauer der Geschäftstätigkeit oder Antragsteller mit einer bereits durchgeführten anerkannten Prüfung beschränkt sein.

Die Förderung hängt außerdem von den jährlichen Haushaltsmitteln ab. Ein Programm kann die Annahme neuer Anträge bereits vor dem veröffentlichten Endtermin einstellen, wenn die Mittel ausgeschöpft sind.

Wie EFRE-Mittel französische KMU erreichen

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung, in Frankreich FEDER und im Deutschen EFRE genannt, bietet keinen einheitlichen landesweiten Antrag auf Digitalförderung für alle französischen KMU.

Die Mittel werden über regionale Programme vergeben, die von den Regionalräten und benannten öffentlichen Behörden verwaltet werden.

Frankreich erhielt für den Förderzeitraum 2021 bis 2027 insgesamt rund 9,1 Milliarden Euro aus dem EFRE für sämtliche Politikbereiche. Dabei handelt es sich weder um einen reinen Digitalhaushalt noch um Mittel, die ausschließlich Unternehmen vorbehalten sind.

Rund 685 Millionen Euro aus dem EFRE wurden für verschiedene digitale Schwerpunkte eingeplant. Unter Einbeziehung der entsprechenden Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds Plus und dem Fonds für einen gerechten Übergang übersteigt der Gesamtbetrag für digitale Schwerpunkte 750 Millionen Euro.

Etwa 126 Millionen Euro aus EFRE und dem Fonds für einen gerechten Übergang wurden in 16 Programmen für die digitale Umstellung von Unternehmen eingeplant. Davon waren rund 93 Millionen Euro ausdrücklich für KMU vorgesehen.

Diese Beträge sind mehrjährige Programmzuweisungen. Sie entsprechen nicht dem Jahreshaushalt 2026 eines einzelnen offenen Förderprogramms.

Tabelle 4. Europäische Mittel für digitale Schwerpunkte in Frankreich

Kennzahl Zeitraum oder Umfang Betrag
Gesamte EFRE-Zuweisung für Frankreich 2021 bis 2027, alle Politikbereiche 9,1 Milliarden Euro
Für digitale Schwerpunkte eingeplante EFRE-Mittel Mehrere Bereiche der Digitalpolitik Rund 685 Millionen Euro
Gesamte europäische Mittel für digitale Schwerpunkte EFRE, Europäischer Sozialfonds Plus und Fonds für einen gerechten Übergang Mehr als 750 Millionen Euro
Digitale Umstellung von Unternehmen EFRE und Fonds für einen gerechten Übergang in 16 Programmen Rund 126 Millionen Euro
Ausschließlich für KMU vorgesehener Betrag Innerhalb der Schwerpunkte zur digitalen Umstellung von Unternehmen Rund 93 Millionen Euro
Digitales Innovationsvorhaben DEDIHCATED BFC EFRE-Beitrag 1.357.796 Euro
Chèque TIC Guadeloupe Höchstförderung je Unternehmen Bis zu 10.000 Euro

Unmittelbare und mittelbare EFRE-Unterstützung

EFRE-Mittel können ein Unternehmen unmittelbar über einen regionalen Investitionszuschuss oder einen Gutschein erreichen.

Sie können jedoch auch eine zwischengeschaltete Einrichtung finanzieren, beispielsweise ein Europäisches Zentrum für digitale Innovation, ein Technologiezentrum, eine Hochschule oder eine regionale Entwicklungsstelle. Diese Einrichtung bietet Unternehmen anschließend Prüfungen, Versuchsanlagen, Beratung, Schulungen oder Zugang zu besonderen technischen Einrichtungen zu einem ermäßigten Preis an.

Das Vorhaben DEDIHCATED BFC in Bourgogne-Franche-Comté erhielt beispielsweise mehr als 1,35 Millionen Euro aus dem EFRE. Es unterstützt industrielle KMU in den Bereichen Daten, künstliche Intelligenz, vernetzte Geräte, Sensoren und erweiterte Wirklichkeit.

Ein teilnehmendes Unternehmen erhält nicht zwangsläufig eine unmittelbare Geldzahlung aus dem Vorhaben. Es kann stattdessen fachliche Leistungen zu einem ermäßigten Preis erhalten.

Darlehen, Garantien und Zuschüsse müssen getrennt betrachtet werden

Ein unmittelbarer regionaler Zuschuss kann einen Teil der genehmigten digitalen Ausgaben erstatten und muss in der Regel nicht zurückgezahlt werden, wenn das Vorhaben ordnungsgemäß durchgeführt wird.

Ein Prêt Boost zahlt dem Unternehmen Geld aus. Das Unternehmen muss das Darlehen jedoch vollständig zurückzahlen.

Die Garantie Développement erstattet nicht fünfzig Prozent der Investition des Unternehmens. Bpifrance kann fünfzig Prozent des festgelegten Bankrisikos bei bestimmten Darlehen oder Leasingvereinbarungen übernehmen. Das Unternehmen bleibt zur Rückzahlung der Finanzierung verpflichtet.

Eine teilweise finanzierte Prüfung senkt die Beratungskosten des Unternehmens. Sie stellt nicht automatisch einen zweiten Haushalt für die Umsetzung der Empfehlungen bereit.

Diese Unterscheidung ist besonders wichtig, wenn ein KMU nach einer Prüfung Verbesserungen im Wert von 100.000 Euro empfohlen bekommt. Die Förderung der Prüfung bedeutet nicht, dass die Mittel für die Umsetzung bereits genehmigt wurden.

Steuerliche und buchhalterische Behandlung digitaler Investitionen

Die gewöhnliche buchhalterische Behandlung von Programmen, Geräten und Ausgaben für Cybersicherheit ist kein Zuschuss.

Digitale Wirtschaftsgüter, die über mehrere Jahre genutzt werden sollen, werden gewöhnlich als Anlagevermögen erfasst und über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.

Bestimmte Programme, Rechner und Bürogeräte mit einem Einzelwert von höchstens 500 Euro ohne Mehrwertsteuer können unter Beachtung der allgemeinen steuerlichen und buchhalterischen Regeln sofort als Aufwand erfasst werden, statt über mehrere Jahre abgeschrieben zu werden.

Die frühere beschleunigte zwölfmonatige Abschreibung für erworbene Programme wurde für Geschäftsjahre abgeschafft, die am oder nach dem 1. Januar 2017 begonnen haben. Sie darf nicht als im Jahr 2026 geltender steuerlicher Vorteil für digitale Investitionen dargestellt werden.

Die Mehrwertsteuer auf digitale Waren und Dienstleistungen kann nach den gewöhnlichen Vorschriften abgezogen werden, wenn das Unternehmen steuerpflichtige Tätigkeiten ausübt und über gültige Belege verfügt. Dies ist ein allgemeiner steuerlicher Mechanismus und keine besondere Digitalförderung.

Im Jahr 2026 wurde keine allgemeine Steuergutschrift festgestellt, die allen französischen KMU automatisch gewöhnliche Ausgaben für Internetseiten, netzgestützte Rechen- und Speicherdienste, Virenschutz, Datensicherung oder Unternehmensprogramme erstattet.

Aktuelle Kennzahlen zur digitalen Umstellung und Cybersicherheit

France Num befragte im Jahr 2025 insgesamt 11.021 Unternehmen, darunter 7.878 Kleinstunternehmen.

Achtundsiebzig Prozent der Unternehmensleiter hielten digitale Technik für vorteilhaft für ihr Unternehmen. Gleichzeitig äußerten zweiundfünfzig Prozent Sorge über Datendiebstahl oder unbefugten Zugriff.

Tabelle 5. Aktuelle Kennzahlen zur digitalen Umstellung und Cybersicherheit

Kennzahl Zeitraum Ergebnis
Kleinstunternehmen und KMU, die künstliche Intelligenz einsetzen 2025 Sechsundzwanzig Prozent
Unternehmen mit einem Rechnungsprogramm 2025 Neunundsechzig Prozent
Unternehmen mit mindestens einer Maßnahme zur Cybersicherheit 2025 Vierundachtzig Prozent
Unternehmen, die in der France-Num-Erhebung einen digitalen Sicherheitsvorfall meldeten 2025 Rund sechsunddreißig Prozent
Unternehmen, die in einer getrennten Erhebung in den vorherigen zwölf Monaten von einem Vorfall betroffen waren 2025 Sechzehn Prozent
Unternehmen, die sich nicht als vorbereitet betrachteten oder ihre Vorbereitung nicht bewerten konnten 2025 Achtzig Prozent
Unternehmen mit einem Haushalt für Cybersicherheit unter 2.000 Euro 2025 Rund drei Viertel
Von Bpifrance durchgeführte Prüfungen der Cybersicherheit 2025 Mehr als 320
Von Bpifrance durchgeführte Prüfungen zu Daten und künstlicher Intelligenz 2025 Mehr als 630
Der ANSSI bekannte Erpressungsangriffe mit Schadprogrammen 2025 128
Online-Hilfeanfragen bei Cybermalveillance und 17Cyber 2025 Mehr als 500.000
Zunahme der Anfragen beruflicher Nutzer 2025 gegenüber 2024 Dreiundsechzig Prozent

Diese Ergebnisse stammen aus unterschiedlichen Erhebungen und Verwaltungsquellen. Sie dürfen weder zusammengerechnet noch als unmittelbar vergleichbare Angaben zur Gesamtzahl digitaler Angriffe behandelt werden.

Der Wert von sechzehn Prozent stammt beispielsweise aus einer gesonderten Erhebung zur Reife der Cybersicherheit bei 588 Unternehmen. In dieser Untersuchung bezeichneten dreiundsechzig Prozent fehlende Kenntnisse und Fachfähigkeiten als Hindernis, einundsechzig Prozent nannten begrenzte Haushaltsmittel und neunundfünfzig Prozent fehlende Zeit.

Nur fünfzehn Prozent planten, ihren Haushalt für Cybersicherheit zu erhöhen.

Die ANSSI erfasste im Jahr 2025 insgesamt 128 bekannte Angriffe mit Erpressungsprogrammen. Kleinstunternehmen, KMU und mittelgroße Unternehmen blieben die am stärksten betroffene Gruppe von Organisationen. Die Zahl umfasst nur Vorfälle, die der ANSSI bekannt wurden, und stellt daher nicht alle Angriffe in Frankreich dar.

Zu den häufigsten Problemen beruflicher Nutzer, die im Jahr 2025 Hilfe suchten, gehörten die Übernahme von Benutzerkonten, betrügerische Nachrichten zur Erlangung vertraulicher Daten, die missbräuchliche Änderung von Bankverbindungen oder Zahlungsanweisungen sowie Erpressungsprogramme.

Ältere Programme, die nicht als Förderung des Jahres 2026 dargestellt werden dürfen

Ältere Beiträge im Internet verweisen häufig auf einen staatlichen Digitalgutschein über 500 Euro.

Dieser Gutschein war eine befristete Maßnahme aus France Relance. Im Jahr 2021 erhielten mehr als 112.000 Kleinstunternehmen einen Beitrag von 500 Euro. Die Gesamtausgaben näherten sich 60 Millionen Euro.

Im Jahr 2026 handelt es sich nicht um einen offenen, allgemeinen staatlichen Digitalgutschein.

Auch die frühere Garantie de prêt France Num wurde nur bis 2023 verlängert. Stattdessen sollten die derzeitigen Produkte von Bpifrance geprüft werden, darunter Prêt Boost und Garantie Développement.

Auch bei Cyber PME ist ein genauer Hinweis auf die Laufzeit erforderlich. Die frühere Antragsrunde endete 2025, obwohl Umsetzungsmaßnahmen und die Veröffentlichung von Ergebnissen bis 2026 fortgesetzt wurden.

Verbindung mehrerer Finanzierungsquellen

Ein französisches KMU kann mehrere Formen der Unterstützung verbinden, wenn jedes Instrument eindeutig getrennte Ausgaben finanziert.

Ein Unternehmen kann beispielsweise eine kostenlose Cyberdépart-Prüfung durchführen, eine teilweise finanzierte Fachprüfung beauftragen, einen regionalen Zuschuss für Sicherheitsanlagen beantragen und ein Darlehen von Bpifrance für die Verbindung der Programme und zusätzliches Betriebskapital verwenden.

Es kann außerdem ein aus dem EFRE finanziertes Zentrum für digitale Innovation für Versuche oder fachliche Unterstützung nutzen.

Dieselbe Rechnung darf jedoch normalerweise nicht zweimal erstattet werden. Das Unternehmen muss alle für das Vorhaben erhaltenen oder beantragten öffentlichen Hilfen angeben.

Bestimmte regionale Hilfen können unter die europäische De-minimis-Regelung fallen. Nach der im Jahr 2026 geltenden allgemeinen Regel kann ein einziges Unternehmen innerhalb eines gleitenden Zeitraums von drei Jahren bis zu 300.000 Euro an De-minimis-Beihilfen erhalten.

Nicht jede digitale Fördermaßnahme wird als De-minimis-Beihilfe eingestuft. Deshalb muss die Rechtsgrundlage jedes Programms einzeln geprüft werden.

Praktische Antragsstrategie für französische KMU

Vor einer Investition in digitale Umstellung oder Cybersicherheit sollte ein KMU sechs Schritte durchführen:

  1. Eine kostenlose Selbsteinschätzung der digitalen Reife und der Cybersicherheit vornehmen.

  2. Entscheiden, ob das Vorhaben eine unabhängige fachliche Prüfung erfordert.

  3. Nach Förderungen der Region, des Départements, der Gemeinde und des Gemeindeverbands am Ort der Projektdurchführung suchen.

  4. Einmalige Investitionen, laufende Nutzungsentgelte, Beratung, Schulungen und Betriebskapital im Haushalt getrennt ausweisen.

  5. Den Antrag stellen, bevor Geräte bestellt, Verträge unterschrieben oder erste Rechnungen bezahlt werden.

  6. De-minimis-Grenzen, die gesamte öffentliche Förderquote und das Verbot der Doppelfinanzierung prüfen.

Für einen Antrag können Angebote von Lieferanten, ein abgeschlossenes Geschäftsjahr, Nachweise über die Erfüllung steuerlicher und sozialer Pflichten, Unterlagen zur finanziellen Stabilität und eine Beschreibung der erwarteten wirtschaftlichen Ergebnisse verlangt werden.

Ein überzeugender Antrag sollte erläutern, wie die Investition die Produktivität, den Absatz, den Datenschutz, die Steuerung der Produktion, die Betriebsfortführung, die Anforderungen der Kunden oder die Einhaltung gesetzlicher Pflichten verbessert.

Eine bloße Aufzählung von Programmen genügt normalerweise nicht.

Abschließende Bewertung

Frankreich verfügt über ein breites System zur Unterstützung der digitalen Umstellung von KMU. Es verteilt sich jedoch auf staatliche Initiativen, Regionen, örtliche Gebietskörperschaften, öffentliche Finanzierungseinrichtungen und europäische Fonds.

France Num ist der wichtigste Zugang zu Informationen, Prüfungen und Beratern. Es handelt sich nicht um einen allgemeinen Investitionszuschuss.

Cyber PME zeigte, wie ein bedeutendes Programm zur Cybersicherheit eine Prüfung mit Unterstützung für die Umsetzung verbinden kann. Die frühere Antragsrunde ist geschlossen. Unternehmen müssen daher prüfen, ob ein Nachfolgeprogramm verfügbar ist.

Die Regionen bieten zahlreiche besonders wichtige unmittelbare Förderungen für digitale Umstellung, elektronischen Handel, fortgeschrittene Technik und Cybersicherheit an. Die Bedingungen unterscheiden sich erheblich je nach Gebiet.

EFRE-Mittel unterstützen regionale Zuschüsse, Zentren für digitale Innovation, technische Dienstleistungen und Programme zur Umstellung von Unternehmen. Die veröffentlichten europäischen Beträge sind mehrjährige Programmzuweisungen und keine Haushalte, die jedes KMU automatisch beantragen kann.

Darlehen und Garantien können größere Vorhaben finanzieren, dürfen aber nicht mit Zuschüssen verwechselt werden. Kostenlose Prüfungen und teilweise finanzierte Beratung können die Qualität des Vorhabens verbessern, finanzieren jedoch nicht automatisch seine Umsetzung.

Die wirksamste Vorgehensweise für ein französisches KMU besteht daher darin, mit einer Prüfung zu beginnen, ein messbares Investitionsvorhaben festzulegen, die regionale Förderfähigkeit zu prüfen und Beratung, regionale Hilfen, europäische Mitfinanzierung und rückzahlbare Finanzierung miteinander zu verbinden, ohne dieselbe Ausgabe bei mehreren Programmen einzureichen.